Österreichs rechtsextreme Szene: Verbindungen zu zwei Gewalttaten aufgedeckt
Rechtsextreme Gewalt in Österreich: Identitäre unter Verdacht

In Wien und Leoben haben sich innerhalb weniger Tage zwei schwere Gewalttaten ereignet, deren Spuren in den Dunstkreis der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ führen. Eine Anwohnerin beobachtete in Wien, wie vor einem Kellerlokal ein Unbekannter verprügelt wurde. Nur wenige Tage später schlugen in Leoben in der Steiermark mehrere Männer einen Taxifahrer zusammen. Die Ermittler sehen Verbindungen zu den Identitären.

Die Tatorte und ihre Verbindungen zur rechten Szene

Das Kellerlokal in Wien gehört zur Gruppe der Identitären. Am Abend des Überfalls sprach dort der rechte Vordenker Götz Kubitschek. Der Angriff in Leoben ereignete sich im Umfeld einer Burschenschaftsfeier. Unter den Tatverdächtigen sollen sich auch Identitäre befinden. Besonders brisant: Einer von ihnen arbeitete zum Tatzeitpunkt als Parlamentarischer Mitarbeiter eines FPÖ-Abgeordneten. Inzwischen wurde der Mann entlassen.

Ermittlungen und politische Verstrickungen

Die österreichischen Verfassungsschutzbehörden warnen seit Jahren vor der rechtsextremen Identitären Bewegung. Nun gibt es konkrete Hinweise auf Verbindungen zu den beiden Gewalttaten. Der Podcast „Inside Austria“ von SPIEGEL und „Standard“ rekonstruiert die Angriffe und beleuchtet die Rolle der Verdächtigen in der Szene. „Wir schauen auf die Verdächtigen und ihre Rolle in der Szene – und sprechen mit jemandem, der einen der Vorfälle aus nächster Nähe miterlebt hat“, so die Journalistinnen Lucia Heisterkamp und Antonia Rauth.

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Gefährliche Vernetzung

Die Fälle zeigen, wie tief die rechtsextreme Szene in Österreich politisch vernetzt ist. Die Identitäre Bewegung gilt als besonders militant und gewaltbereit. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um die Hintergründe der Taten aufzuklären und mögliche weitere Verbindungen aufzudecken.

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