Auswärtiges Amt weitet Reisewarnung auf ganz Russland aus
Reisewarnung für ganz Russland ausgeweitet

Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Russland massiv ausgeweitet. Betroffen sei nunmehr ganz Russland, einschließlich der Hauptstadt Moskau, teilte das Ministerium mit. Bisher galt die Reisewarnung nur für die an die Ukraine angrenzenden Gebiete.

Erhebliche Gefährdung durch Drohnen im ganzen Land

Hintergrund der Entscheidung ist laut Ministeriumsmitteilung die Tatsache, dass in ganz Russland mittlerweile mit einer „erheblichen Gefährdung“ durch Drohnen beziehungsweise Trümmerteile von Drohnen gerechnet werden müsse – und zwar überall, auch im Landesinneren. Für deutsche Staatsangehörige und deutsch-russische Doppelstaatler bestehe zudem die Gefahr willkürlicher Festnahmen.

Darüber hinaus würden auch Flughäfen in verschiedenen Landesteilen aus Sicherheitsgründen immer wieder für mehrere Stunden gesperrt, heißt es in der Reisewarnung weiter. Dies könne „zur Annullierung hunderter Flüge und zu chaotischen Verhältnissen an betroffenen Flughäfen führen“, warnt das Ministerium.

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Flugverbindungen nur über Umwege möglich

Der direkte Flugverkehr zwischen Russland und Deutschland sowie anderen europäischen Staaten ist zwar eingestellt, jedoch sind Flüge über internationale Drehkreuze wie Istanbul möglich. Auch Angriffe auf das öffentliche Verkehrsnetz, insbesondere den Zugverkehr, könnten nicht ausgeschlossen werden, hieß es weiter.

Infolge von Beschädigungen russischer Raffinerien komme es auch zu Engpässen in der Kraftstoffversorgung, teilweise gebe es Mengenbeschränkungen bei der Ausgabe, auch in Moskau.

Hintergrund: Ukraine wehrt sich seit über vier Jahren

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Das Militär hat seine Drohnenattacken auf Russland zuletzt massiv ausgeweitet und dabei auch Ölraffinerien, Industrieanlagen und Militäreinrichtungen tief im russischen Hinterland getroffen. Bislang hatte das Auswärtige Amt von Reisen nach Russland „dringend abgeraten“, nun wird explizit vor Reisen in das Land gewarnt.

Wie der Alltag der Menschen ist, die vor dem Krieg nicht fliehen können oder wollen, haben die TV-Comedians Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt jüngst in ihrer Sendung dokumentiert. Sie ist ein Stück Fernsehgeschichte.

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