Der Streit zwischen Polen und der Ukraine hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Warschauer Politologe Wojciech Konończuk bezeichnet die aktuelle Krise als den schwierigsten Moment in den Beziehungen seit der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1991. In einem Interview mit dem SPIEGEL warnt er, dass auch die Sicherheit Europas auf dem Spiel stehe.
Selenskyj versteht polnische Empfindlichkeiten nicht
Laut Konończuk fehlt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj das Verständnis für die polnischen Empfindlichkeiten. Dies habe zu einer Verschärfung des Konflikts geführt. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern sind in den letzten Monaten deutlich gestiegen, insbesondere aufgrund historischer und wirtschaftlicher Differenzen.
Auswirkungen auf die europäische Sicherheit
Der Politologe betont, dass der Streit nicht nur bilaterale Folgen habe, sondern auch die Stabilität in Europa gefährde. Polen und die Ukraine sind wichtige Partner in der Region, insbesondere im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Eine Verschlechterung der Beziehungen könnte die gemeinsame Sicherheitsarchitektur schwächen.
Mögliche Lösungsansätze
Konończuk schlägt vor, dass beide Seiten auf Dialog und Kompromisse setzen sollten. Er empfiehlt, historische Streitpunkte nicht zu überbetonen und stattdessen die gemeinsamen Interessen in den Vordergrund zu stellen. Die EU könnte als Vermittler eine wichtige Rolle spielen.
Das vollständige Interview ist im SPIEGEL erschienen. Aufgrund der Zugriffsbeschränkungen kann der Artikel nicht mehr aufgerufen werden.



