Türkischer Frachter im Schwarzen Meer von Drohne getroffen – ein Toter
Türkischer Frachter im Schwarzen Meer von Drohne getroffen

Ein türkischer Kohlefrachter ist im Schwarzen Meer von einer Drohne getroffen worden. Dabei kam ein Besatzungsmitglied ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Das Schiff MV Reyhan Sarı war auf dem Weg vom russischen Hafen Taman nahe der Krim nach Trabzon, als die Drohne in der Nähe von Novorossiysk einschlug. Die Urheberschaft des Angriffs ist noch unklar, berichten türkische Medien und das Fachmagazin „Lloyds List“.

EU einigt sich auf 21. Sanktionspaket gegen Russland

Die EU-Staaten haben sich auf ein neues Sanktionspaket gegen Russland verständigt. Es umfasst Maßnahmen gegen den Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten. Um Russlands Öleinnahmen zu begrenzen, soll die automatische Anpassung des Ölpreisdeckels für zwölf Monate ausgesetzt werden. Der Deckel gilt für Ölverkäufe in Drittstaaten und wurde 2022 mit den USA, Japan, Kanada und Großbritannien eingeführt.

Wochenlange schwierige Verhandlungen gingen der Einigung voraus. Mehrere Hauptstädte setzten Abschwächungen für heimische Unternehmen durch. Es wird zunehmend schwieriger, Sanktionen zu finden, die Russland treffen, aber geringe Auswirkungen in der EU haben, so ein EU-Diplomat.

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Unesco setzt Chersones auf Krim auf Liste gefährdeten Welterbes

Die Unesco hat die antike Stadt Chersones auf der von Russland annektierten Krim auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Grund sind Bauarbeiten und archäologische Aktivitäten unter russischer Besatzung, die die Authentizität und Integrität bedrohen. Die Unesco hat seit der Annexion 2014 keinen Zugang mehr zu der Stätte. Satellitenbilder zeigen ein neues „Amphitheater“, das von den russisch eingesetzten Behörden errichtet wurde.

Ukrainische Angriffe drosseln Ölförderung in Kasachstan

Ukrainische Drohnenangriffe auf die russische Energieinfrastruktur haben die Ölproduktion in Kasachstan getroffen. Nach der Schließung des Exportterminals des Kaspischen Pipeline-Konsortiums in Noworossijsk brach die Förderung im Tengis-Feld von Chevron auf rund 406.000 Barrel pro Tag ein – mehr als eine Halbierung.

ISW: Russland übertreibt Gebietsgewinne massiv

Laut dem Institute for the Study of War (ISW) übertreiben russische Regierungsvertreter systematisch die Gebietsgewinne der Armee. Das Verteidigungsministerium behauptete, 2.226 Quadratkilometer im ersten Halbjahr 2026 erobert zu haben. Das ISW berechnete auf Basis von Geolokalisierungsdaten jedoch nur einen Vormarsch auf etwa 626,85 Quadratkilometern, mit einem Nettogewinn von lediglich 81,1 Quadratkilometern. Diese verzerrte Darstellung bestärke den Kreml in seinen Maximalforderungen.

Russland meldet Tote nach ukrainischen Gegenangriffen

Bei ukrainischen Angriffen kamen in Russland und auf der Krim mindestens drei Menschen ums Leben. In Woronesch starb ein Dreijähriger durch einen Drohnenangriff, seine Eltern wurden verletzt. Auf der Krim wurden zwei Menschen getötet und fünf verletzt, so der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Sergej Aksjonow.

Niedersachsen genehmigt Brennelemente-Produktion mit Rosatom-Technik

Das niedersächsische Umweltministerium genehmigte die Erweiterung des Werks von Advanced Nuclear Fuels in Lingen. Künftig sollen dort Brennelemente für sowjetische Reaktoren auf Basis russischer Lizenzen von TVEL, einer Tochter von Rosatom, hergestellt werden. Die Genehmigung erfolgte trotz politischer Bedenken, da eine rechtliche Ablehnung nach deutschem Atomrecht nicht möglich war. Strenge Auflagen verbieten russischen Beschäftigten den Zutritt; Anlagen und Software müssen unabhängig geprüft werden. Framatome bezeichnet das Projekt als Übergangslösung für osteuropäische Betreiber.

Ukrainische Reeder stoppen Schiffsverkehr zu Schwarzmeer-Häfen

Wegen russischer Angriffe schicken Reedereien vorerst keine Schiffe mehr in ukrainische Schwarzmeerhäfen. Am 23. Juli kam der einlaufende Verkehr zum Erliegen, berichtet das Agrarportal Latifundist. Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj betonte, die Regierung habe keine Beschränkungen verhängt; die Entscheidung liege bei den Reedereien. Man arbeite an Maßnahmen zur Stabilisierung.

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Selenskyj ernennt neuen Oberbefehlshaber

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat General Mychajlo Drapatyj zum neuen Oberbefehlshaber ernannt, nachdem General Olexander Syrskyj abgesetzt wurde. Drapatyj steht für eine flexiblere militärische Denkweise. Die Londoner „Times“ kommentiert, Selenskyj gelte weiterhin als inspirierende Symbolfigur, sei aber nicht frei von Fehlern.

Russland warnt USA vor weiteren Waffenlieferungen

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte US-Außenminister Marco Rubio am Rande des Asean-Treffens in Manila, weitere Waffenlieferungen an die Ukraine seien „inakzeptabel“. Lawrow prangerte eine „destabilisierende Politik“ der Europäer an, die Russland eine „strategische Niederlage“ zufügen wollten. Er bekräftigte die Bereitschaft zu einer „politisch-diplomatischen Lösung“. Das Treffen war das erste seit September 2025.