Italienische Zeitung nennt Trump „Vollidiot“
Der Streit zwischen Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) und US-Präsident Donald Trump (80) eskaliert weiter. Nach Trumps abfälligen Äußerungen über ein angebliches von Meloni erbetteltes Foto greift nun die rechtskonservative italienische Zeitung „Libero“ den US-Präsidenten auf ihrer Titelseite mit einer derben Beleidigung an.
„Trump è un Coglione“ – Vollidiot auf Italienisch
„Trump è un Coglione“ schreibt das Blatt in seiner Samstagausgabe, was auf Deutsch so viel heißt wie: Trump ist ein Vollidiot. Je nach Kontext gibt es sogar noch derbere Übersetzungen. Die Zeitung ist bekannt für bissige Kommentare und Attacken auf den linken Mainstream oder Politiker, die die Ministerpräsidentin öffentlich demütigen.
Der frühere Chefredakteur und heutige Autor Alessandro Sallusti (69) rechtfertigt die Beleidigung in einem Kommentar: „Tut mir leid, das zu sagen, aber ich finde keinen anderen Ausdruck dafür – und vielleicht gibt es auch keinen: Donald Trump ist ein Vollidiot. Punkt. Es hat keinen Sinn, Umschreibungen zu machen oder es politisch zu verklausulieren.“
Hintergrund des Streits
Nach dem G7-Gipfel hatte Trump in einem Interview behauptet, Meloni habe ihn „regelrecht um ein Foto angefleht“. Weiter sagte er: „Ich hätte keines gemacht, aber sie tat mir leid.“ Meloni reagierte mit einem wütenden Video und erklärte: „Ich bin schockiert über Trumps völlig erfundene Worte.“ Sallusti pflichtet ihr bei: „Man sollte bedenken: Ich und Italien betteln nie. Meloni würde Trump nicht mal um ein Selfie anbetteln, wenn sie betrunken wäre.“
Der Journalist spekuliert, dass Trumps Behauptung auf die Bedeutung des Wortes „Coglione“ zurückzuführen sei – eine unfähige, dumme Person, die mit wenig Verstand handelt. „Nur ein Vollidiot konnte alles mit einer so gewaltigen Lüge ruinieren, dass sie schon lächerlich wirkt“, so Sallusti über die zuletzt verbesserten Beziehungen zwischen Italien und den USA.
Die Karikatur auf der Titelseite zeigt Meloni, wie sie Trump mit heißem Öl übergießt – ein Symbol für die aufgeheizte Stimmung zwischen den beiden Politikern.



