US-Präsident Donald Trump beharrt darauf, dass der Iran langfristigen Atominspektionen zugestimmt habe. Die Regierung in Teheran weist dies jedoch entschieden zurück. In einem Beitrag in den sozialen Medien erklärte Trump zudem, die USA würden Schiffe in der Straße von Hormus belassen, für den Fall einer erneuten Blockade iranischer Häfen.
Oman und Iran planen Arbeitsgruppe für Straße von Hormus
Oman und der Iran wollen eine gemeinsame Arbeitsgruppe bilden, um eine Vereinbarung über die Regelung der Schifffahrt in der Straße von Hormus sowie die damit verbundenen Kosten und Dienstleistungen zu erzielen. Dies teilten beide Länder in einer gemeinsamen Erklärung mit. Beide Staaten streben zudem Gespräche mit anderen Anrainerstaaten und weiteren betroffenen Parteien an.
Iran weist US-Angaben zu Verwendung freigegebener Gelder zurück
Der Iran lehnt es ab, sich die Verwendung freigegebener iranischer Gelder vorschreiben zu lassen. US-Vizepräsident JD Vance hatte nach Gesprächen in der Schweiz erklärt, solche Mittel sollten für den Kauf von amerikanischem Getreide verwendet werden, wobei die USA und Katar ein Mitspracherecht hätten. Das iranische Außenministerium widersprach: „Der Iran hat derzeit keinen Bedarf an US-Agrarerzeugnissen“, sagte Sprecher Ismail Baghai. Die Entscheidung über Importe richte sich nach Preis und Qualität. „Es ist interessant, dass sich die Philosophie und das Ziel des Krieges – nämlich die Zerstörung der iranischen Zivilisation – nun darin erschöpfen, amerikanischen Landwirten zu mehr Wohlstand zu verhelfen“, so Baghai.
Hisbollah wirft Israel Verstoß gegen Waffenruhe vor
Die libanesische Hisbollah-Miliz beschuldigt die israelischen Streitkräfte eines Verstoßes gegen die vereinbarte Waffenruhe. Bei einem Angriff seien zwei Menschen getötet und weitere verletzt worden. Die Hisbollah verurteilte den Beschuss, äußerte sich jedoch nicht zu möglichen Vergeltungsmaßnahmen.
Israel will Unabhängigkeit von US-Waffenlieferungen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu strebt den Aufbau einer eigenen, von den USA unabhängigen Rüstungsindustrie an. Netanjahu erklärte auf X, er schätze die US-Unterstützung sehr, Israel müsse sich jedoch aus dieser Abhängigkeit befreien. Ziel sei es, „Unabhängigkeit von anderen zu erreichen, immer mehr Stärke aufzubauen und mehr Technologie einzuführen“.
Iranischer Präsident reist für Verhandlungen nach Pakistan
Der iranische Präsident Massud Peseschkian ist zu Verhandlungen nach Pakistan gereist. Vor seinem Abflug schrieb er auf X, der Erfolg der Gespräche hänge „von der uneingeschränkten Einhaltung der vereinbarten Verpflichtungen und deren präziser Umsetzung“ ab. Pakistan ist einer der Vermittler zwischen dem Iran und den USA.
Iran: Werden IAEA-Inspektoren nicht in beschädigte Atomanlagen lassen
Der Iran hat nach Angaben der Regierung in Teheran nicht vor, Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in die während des Krieges beschädigten Atomanlagen zu lassen. Es gebe keine solchen Pläne, sagte Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei. Es habe auch kein Treffen mit IAEA-Chef Rafael Grossi in der Schweiz gegeben. Der Iran werde jedoch seine Verpflichtungen als Mitglied des Atomwaffensperrvertrags weiterhin erfüllen.
Iran meldet mehr als 3.500 Kriegstote
Im Iran sind im Zuge der Angriffe der USA und Israels nach Justizangaben 3.519 Menschen getötet worden. Justizsprecher Asghar Dschahangir nannte dies die neuesten Zahlen der Gerichtsmedizin. Mitte April hatte die Gerichtsmedizin bereits 3.375 Tote gemeldet, darunter 496 Frauen sowie 383 Kinder und Minderjährige. Die neuen Angaben weisen 517 getötete Frauen aus; die tatsächliche Zahl der Toten könnte deutlich höher liegen.
US-Energieminister: Ölverkehr wie vor dem Krieg – Daten widersprechen
US-Energieminister Chris Wright erklärte, der Ölverkehr durch die Straße von Hormus sei wieder auf Vorkriegsniveau. Datenanalysen der Firma Kpler widersprechen dieser Darstellung jedoch. Trump behauptete zudem einen Rekord beim Öltransport, was laut Kpler nicht zutrifft.
Irans Chefunterhändler: Straße von Hormus unter iranischer Kontrolle
Der iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf bekräftigte die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus. Die Meerenge werde von Iran verwaltet und solle internationalen Gesetzen folgen. „Hoffentlich können wir die Passage wieder aktivieren und den Wohlstand für die regionale und globale Wirtschaft zurückbringen“, sagte Ghalibaf.
Israelische Führung: Keine Kompromisse bei Sicherheitszone im Südlibanon
Israel will die Sicherheitszone im Südlibanon aufrechterhalten. Die Armee werde weiterhin Bedrohungen „neutralisieren“ und die Infrastruktur von Extremisten zerstören, erklärten Ministerpräsident, Verteidigungsminister und Armeechef gemeinsam. Die Sicherheit der Bürger und Streitkräfte bleibe „ohne Kompromisse ihr leitendes Prinzip“.
Trump kritisiert vor Rutte-Besuch europäische Nato-Partner
Kurz vor einem Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Washington warf US-Präsident Trump mehreren europäischen Verbündeten mangelnde Unterstützung vor. Die USA hätten über Jahre enorme Summen für den Schutz Europas ausgegeben. Als Washington selbst Hilfe gegen den Iran erbeten habe, seien Großbritannien, Deutschland und Italien nicht für die USA da gewesen.
Trump: Respekt entscheidend für Lösung im Iran-Krieg
Trump hob die Fortschritte in den Verhandlungen mit dem Iran hervor und betonte die Bedeutung gegenseitigen Respekts. „Solange sie uns respektieren – ich möchte nicht das Wort Angst verwenden –, solange sie uns respektieren, werden wir keine Probleme haben“, sagte Trump im Oval Office.
Datenanalyse: Schiffe verkehren in Straße von Hormus
Am Wochenende durchquerten Dutzende Schiffe die Straße von Hormus. Laut Kpler wurden 71 Durchfahrten bestätigt, davon 35 am Samstag. Vor dem Krieg passierten täglich zwischen 100 und 130 Schiffe die Meerenge. Die Hauptroute bleibt jedoch wegen Minen gesperrt; Schiffe nutzen nördliche Routen durch iranische Gewässer und eine Südroute durch omanische Gewässer.
Iran: Freigabe von 12 Mrd Dollar iranischer Guthaben unterschrieben
Bei den Gesprächen in der Schweiz seien die Unterschriften zur Freigabe von zwölf Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Guthaben gesetzt worden. Zudem einigten sich beide Seiten auf einen Kommunikationsweg für Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormus, um Konflikte zu vermeiden.
Iran: Keine Verhandlungen über Atomprogramm bei Treffen mit USA
Der Iran verhandelt nach eigenen Angaben in der Schweiz nicht über sein Atomprogramm und geht keine neuen Verpflichtungen ein. Die Zusammenarbeit mit der IAEA werde im Rahmen bestehender Verfahren fortgesetzt, jedoch unter Vorbehalt der Zustimmung des iranischen Parlaments.
Mehrere Tote nach Explosion an Gasanlage in Katar
Bei einer Explosion und einem Brand an der Gasanlage Ras Laffan in Katar kamen 13 Arbeiter ums Leben, 66 wurden verletzt. Energiestaatsminister Saad al-Kaabi betonte, es handle sich um einen Unfall; Hinweise auf Sabotage gebe es nicht.
Rubio wirbt am Golf für Iran-Abkommen – Golfstaaten sehen Abkommen kritisch
US-Außenminister Marco Rubio reist in die VAE, nach Kuwait und Bahrain, um für das vorläufige Iran-Abkommen zu werben. Mehrere Golfstaaten sehen die Absichtserklärung kritisch, da sie einen 300 Milliarden Dollar schweren Wiederaufbaufonds für Teheran vorsieht und das iranische Raketenprogramm ausklammert.
USA erlauben Verkauf von iranischem Öl
Das US-Finanzministerium erteilte eine vorübergehende Generallizenz für iranische Ölprodukte bis zum 21. August. Diese umfasst Produktion, Lieferung und Verkauf von Rohöl sowie petrochemischen und Erdölprodukten iranischen Ursprungs, einschließlich Importe in die USA. Transaktionen mit Nordkorea oder Kuba sind ausgeschlossen.
Tanker-Verkehr durch Straße von Hormus zieht an
Nach einer Flaute belebte sich der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus leicht. Zwei Rohöltanker mit knapp zwei Millionen Barrel Öl sowie zwei Supertanker mit bis zu vier Millionen Barrel durchfuhren die Meerenge. Der Verkehr bleibt jedoch weit unter dem Vorkriegsniveau von 125 Schiffen pro Tag.
Vance nennt Iran-Gespräche gute Grundlage für Abkommen
US-Vizepräsident JD Vance bezeichnete die Gespräche mit dem Iran als gute Grundlage für ein erfolgreiches Abkommen. Er deutete an, dass die USA der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte zustimmen könnten, sofern die Mittel für den Kauf von US-Soja, Mais und Weizen verwendet würden. Katar würde ein Mitspracherecht haben.
Vance: Iran will Atominspektionen zulassen
Laut Vance hat der Iran in den Verhandlungen zugestimmt, wieder Atominspektionen zuzulassen, Mechanismen für die Verwaltung eingefrorener Vermögenswerte zu schaffen und die Straße von Hormus offen zu halten. Technische Gespräche sollen fortgesetzt werden; Verhandlungen über Atominspektionen könnten bereits in dieser Woche beginnen.
Libanons Präsident berät mit US-Vizepräsident Vance über Waffenruhe
Libanons Präsident Joseph Aoun beriet mit US-Vizepräsident Vance über die Aufrechterhaltung der brüchigen Waffenruhe. Am Telefonat nahmen auch Jared Kushner und der katarische Ministerpräsident teil. Katar vermittelt in dem Konflikt.
Irans Außenminister sieht „wesentliche Fortschritte“ nach Gesprächen
Nach einem holprigen Start setzten die Unterhändler ihre Verhandlungen fort. Die Vermittler Katar und Pakistan würdigten „ermutigende Fortschritte“. Irans Außenminister Abbas Araghtschi lobte die Vermittlung und sprach von wesentlichen Fortschritten.
Iranische Rohölexporte über die Straße von Hormus steigen an
Der Iran erhöhte die Menge an Rohöl, die offen durch die Straße von Hormus transportiert wird, auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn. Drei Supertanker mit rund sechs Millionen Barrel iranischem Rohöl fuhren in die Meerenge ein, mit Ziel Singapur, wo das Öl bekanntermaßen auf Schiffe nach China umgeladen wird.



