US-Präsident Donald Trump ist am frühen Nachmittag (Ortszeit) in der türkischen Hauptstadt Ankara eingetroffen, um am Nato-Gipfel teilzunehmen. Er landete mit seiner neuen Air Force One, einem Jumbojet, den er vergangenes Jahr als Geschenk vom Golfemirat Katar angenommen hatte – ein umstrittener Akt. Trump nutzte die Maschine erstmals für eine Auslandsreise und erzählte der Übersetzerin des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan stolz davon.
Empfang mit militärischen Ehren
Erdogan empfing Trump direkt auf dem Flugplatz Etimesgut, auf dem ein Nato-blauer Teppich ausgerollt worden war. Soldaten standen für Trump Spalier. Begleitet wird der US-Präsident unter anderem von Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Finanzminister Scott Bessent.
Erwartungen an Trumps Auftritt
Nach Trumps wiederholter Kritik an europäischen Nato-Verbündeten wird mit Spannung erwartet, wie er sich bei dem Treffen verhalten wird. Für die Abschreckungsfähigkeit des Verteidigungsbündnisses ist es zentral, dass die 32 Mitgliedsstaaten Einigkeit demonstrieren. Das gilt nicht nur, aber durch die große Symbolkraft besonders bei ihren Gipfeln.
Streitpunkte und Hoffnungen
Der US-Präsident hatte europäischen Partnern zuletzt vor allem mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg vorgeworfen. Für Streit sorgten zudem die Verteidigungsausgaben einiger Bündnispartner, die Trump für zu niedrig befand. Nato-Generalsekretär Mark Rutte dagegen stellte vor dem Gipfel heraus, dass die Bündnispartner der USA ihre Investitionen bereits deutlich gesteigert haben. Ob das Treffen zum Erfolg wird, hängt maßgeblich von Trump ab.



