Trump kündigt Abbruch aller Handelsbeziehungen mit Spanien an
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, sämtliche Handelsbeziehungen mit Spanien einzustellen. Grund ist der anhaltende Streit über Spaniens Verteidigungsausgaben innerhalb der Nato. „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben. Alle Handelsbeziehungen mit Spanien sollten abgebrochen werden“, erklärte Trump am Mittwoch am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. Der Abbruch solle „sofort“ erfolgen, da Spanien „ein schrecklicher Nato-Partner“ sei.
Spanien verweigert höhere Verteidigungsausgaben
Trump verwies erneut auf Spaniens Weigerung, der US-Forderung nachzukommen, dass alle Nato-Mitglieder fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aufwenden sollten. „Spanien hat absolut nichts, was wir brauchen“, fügte er hinzu. Der Präsident betonte: „Ich habe das Recht, alle Geschäfte mit Spanien zu unterbinden.“ Er habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, jeglichen Handel mit dem Land einzustellen.
Rechtliche Grundlage für Handelsstopp
Juristisch hat der US-Präsident durchaus die Macht, Importe oder Exporte zu verbieten oder Transaktionen zu blockieren. Allerdings müsste er sich auf ein bestehendes Gesetz stützen, etwa ein Notstands- oder Sanktionsrecht. Zudem müsste er mit diversen Klagen rechnen. Da Spanien Mitglied der Europäischen Union ist, gestaltet sich ein bilateraler Handelsstopp zusätzlich kompliziert.
Handelsvolumen zwischen USA und Spanien
Der gesamte Warenhandel zwischen den USA und Spanien lag laut offiziellen Zahlen im Jahr 2025 bei rund 42 Milliarden Euro. Das umfasst US-Exporte im Wert von rund 23 Milliarden Euro nach Spanien sowie Importe aus Spanien in die USA von etwa 19 Milliarden Euro. Ein vollständiger Handelsstopp hätte somit erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf beide Länder.



