Trump kündigt Iran-Abkommen in Stunden an – Attacke auf Netanjahu
Trump: Iran-Abkommen in Stunden – Attacke auf Netanjahu

Trump kündigt Iran-Abkommen „in wenigen Stunden“ an – und greift Netanjahu scharf an

US-Präsident Donald Trump hat die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs „in wenigen Stunden“ angekündigt. Ein israelischer Angriff auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut am Morgen habe die Unterzeichnung des Abkommens „um ein paar Stunden verzögert“, sagte Trump dem Nachrichtenportal Axios am Sonntag. Die Unterzeichnung werde „in wenigen Stunden“ erfolgen, versicherte der US-Präsident.

Trump zeigte sich unzufrieden mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu wegen des Angriffs auf Beirut: „Das ist so schlecht – ich konnte es nicht glauben. Eine Stunde, bevor wir die Vereinbarung unterzeichnen sollten“, schimpfte er: „Warum musste Bibi (Netanjahu) einen verdammten Angriff machen?“, sagte er in dem Interview. „Ich war so genervt. Das habe ich ihn wissen lassen. Er hat kein verdammtes Urteilsvermögen. Das habe ich ihn wissen lassen.“

Iran: Sicherheitsrat hält an Dialog mit USA fest

Der oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran hält nach den Worten von Präsident Masud Peseschkian an den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Kriegs fest. Der Rat habe entschieden, „dass der Weg des Dialogs weiter verfolgt werden soll“, sagte Peseschkian am Sonntag nach Angaben des Präsidialamts bei einem Treffen mit Medienvertretern.

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Zuvor hatte der iranische Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf nach israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon eine Fortsetzung der Gespräche mit den USA in Zweifel gezogen. Teheran macht ein Rahmenabkommen mit den USA zu einem Ende des Iran-Kriegs von einer umfassenden Waffenruhe auch im Libanon abhängig.

Trump fordert Deeskalation zwischen Israel und Hisbollah

US-Präsident Donald Trump fordert nach einem Angriff Israels auf Beirut ein Ende der Gewalt in der Region. Der Angriff an diesem Morgen hätte nicht stattfinden dürfen, sagt Trump mit Blick auf den israelischen Luftangriff, bei dem nach Angaben des libanesischen Zivilschutzes drei Menschen getötet worden sind. Man stehe sehr kurz vor einer Einigung, die der Region, einschließlich des Libanon, Frieden bringen werde, sagt der US-Präsident. Alle Seiten sollten ihre Angriffe einstellen. Israel solle nicht weiter im Libanon angreifen, aber auch keine andere Partei, einschließlich der Hisbollah, solle Israel angreifen.

Israels Armee bereitet sich auf möglichen Beschuss vor

Die israelische Armee stellt sich nach ihrem Angriff auf einen Vorort von Beirut eigenen Angaben zufolge auf mögliche Gegenangriffe ein. Sie bereite sich „auf möglichen Beschuss des israelischen Staatsgebiets in den kommenden Stunden vor“, erklärte die Armee am Sonntag. Die Armee hatte am Sonntagmorgen nach eigenen Angaben Luftangriffe auf die südlichen Vororte von Beirut geflogen, die zu den Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zählen. Zuvor war Israel vom Libanon aus mit Drohnen angegriffen worden.

Libanon reicht Beschwerde gegen Israel bei UN ein

Die libanesische Regierung hat nach Angaben des Außenministeriums in Beirut eine Beschwerde bei den Vereinten Nationen wegen der angeblichen Ausbringung eines Herbizids durch Israel im Süden des Landes eingereicht. Israel habe den Giftstoff Glyphosat im Februar in großen Mengen in drei libanesischen Dörfern in Grenznähe versprüht, hieß es in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat und an UN-Generalsekretär António Guterres.

Das Außenministerium stützt sich bei der Beschwerde auf eine Untersuchung der libanesischen Forschungseinrichtung CNRS. Diese hatte von einer „hohen Konzentration von Glyphosat“ gesprochen, die „bei weitem“ höher sei als „normalerweise auf Feldern im Libanon“ zu finden. Glyphosat kann die Umwelt beeinträchtigen und steht im Verdacht, krebserregend zu wirken.

Im Februar hatte die UNO-Mission im Libanon erklärt, sie sei von Israel darüber informiert worden, dass die Ausbringung einer „ungiftigen chemischen Substanz“ kurz bevorstehe. Die Blauhelm-Soldaten sollten sich davor schützen, hieß es weiter. Der libanesische Präsident Joseph Aoun hatte daraufhin von „einer eklatanten Verletzung der libanesischen Souveränität“ und „einem Umwelt- und Gesundheitsverbrechen“ gesprochen.

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Israel greift Ziele in Beirut an – Iran stellt Abkommen mit USA infrage

Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben Ziele der radikal-islamischen Hisbollah in den südlichen Vororten von Beirut an. Dies sei eine Reaktion auf den Beschuss israelischen Gebiets durch die libanesische Miliz, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz. Die Hisbollah habe zuvor drei Geschosse auf Ortschaften in Nordisrael abgefeuert.

Eine Stellungnahme der Hisbollah zu den Angriffen in Beirut liegt zunächst nicht vor. Die Gruppe teilt jedoch mit, sie habe Raketen und Drohnen auf israelische Truppen im Südlibanon abgefeuert. Der israelische Angriff zeigt nach Ansicht des iranischen Chefunterhändlers, dass den USA entweder der Wille oder die Fähigkeit fehlt, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. „Wenn Sie Ihre Verpflichtungen nicht erfüllen können, ist es unmöglich, von einer Fortsetzung des Weges zu sprechen“, erklärt Mohammad Baker Kalibaf auf X.

Cyberangriff auf staatliche iranische Banken

Staatliche iranische Medien melden einen Cyberangriff. Dieser habe zu Betriebsstörungen bei vier großen iranischen Banken geführt. Die Medienberichte stützen sich auf Angaben des Bankenkoordinierungsrats im Iran. Ziel der Attacke sei demnach eine gemeinsame Kommunikationsinfrastruktur der Bank Melli, Bank Tejarat, Bank Saderat und der iranischen Exportentwicklungsbank gewesen. Schutzmaßnahmen der Technik-Teams beeinträchtigten vorübergehend einige Bankdienstleistungen. Es habe jedoch keinen unbefugten Zugriff auf Kundeninformationen gegeben und es seien keine Daten gelöscht worden. Derzeit laufe die Wiederherstellung des normalen Betriebs.

Insider: Teheran hat noch nicht über Abkommen entschieden

Die Führung in Teheran hat sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars noch nicht festgelegt, ob sie dem Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs mit den USA zustimmt. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, zitiert die iranische Agentur einen Insider. Die Prüfung der politischen, rechtlichen und technischen Aspekte laufe auf Experten- und Entscheidungsebene weiter.

Katarische Unterhändler sind einem Insider zufolge diesen Morgen nach Teheran geflogen. Die Reise stehe im Zusammenhang mit den Bemühungen um den Abschluss eines Abkommens, sagt die mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Führende Vertreter der USA und Pakistans haben für diesen Sonntag die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens in Aussicht gestellt, das den mehr als dreimonatigen Krieg beenden soll.

Hisbollah beschießt Israels Norden mit Sprengstoff-Drohnen

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben erneut den Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen angegriffen. Das israelische Militär teilte mit, es habe zwei Einschläge auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gegeben. Niemand sei verletzt worden. Zuvor hatten in mehreren Orten an der Nordgrenze Warnsirenen geheult. Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, eine Drohne sei im Bereich des Grenzorts Schlomi eingeschlagen. Von der Hisbollah gab es zunächst keine Reaktion.

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich schrieb dazu in einem Post auf der Plattform X, der Angriff sei ein Test der „Dahija-Doktrin“, die Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt habe. Dahija sind die Vororte Beiruts, die als Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz gelten. Dort leben auch viele Zivilisten. Vor einer Woche hatte Israel die Vororte als Reaktion auf Hisbollah-Raketenfeuer auf den Norden des Landes angegriffen. Daraufhin reagierte der Iran mit Raketenangriffen auf Israels Norden.

Smotrich forderte von Netanjahu, „noch heute“ Gebäude in Dahija zu zerstören. „Wir befinden uns in entscheidenden Tagen für die Gestaltung der Region auf viele Jahre hinaus“, schrieb der rechtsextreme Minister. „Wir haben den Bewohnern des Nordens Sicherheit versprochen – und dieses Versprechen müssen wir einhalten!“

Proteste im Iran gegen Friedensvereinbarung mit den USA

Im Iran haben am Samstag dutzende Menschen gegen eine Friedensvereinbarung mit den USA demonstriert. Sie riefen vor einem Büro des Außenministeriums in der Stadt Maschhad Parolen gegen Außenminister Abbas Araghtschi, der zuvor in einem Fernsehinterview über ein mögliches Abkommen gesprochen hatte. Auf einem Video, das die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitete, waren Frauen in schwarzen Umhängen zu sehen, die „Tod dem ehrlosen Araghtschi“ skandierten.

Andere Videos in Online-Netzwerken, die AFP zunächst nicht unabhängig verifizieren konnte, zeigten Menschen vor dem Außenministerium in Teheran, die „Araghtschi, tritt zurück“ und „Ghalibaf, tritt zurück“ skandierten. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf ist der iranische Verhandlungsführer in den von Pakistan vermittelten Gesprächen mit den USA.

Araghtschi hatte am Freitag im iranischen Staatsfernsehen gesagt, der aktuelle Entwurf der Vereinbarung zwischen Teheran und Washington sehe die Aufhebung der von den USA verhängten Blockade iranischer Häfen vor. Die Verwaltung der Straße von Hormus werde zudem „nicht mehr so sein wie zuvor“, fügte Araghtschi hinzu. Die Zukunft der Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Streitpunkte in den Bemühungen um eine Friedenslösung. Im Iran lehnen insbesondere die Hardliner das Abkommen zur Beendigung des Krieges ab. Sie verlangen, das Druckmittel der Straße von Hormus nicht aufzugeben, und werfen den iranischen Unterhändlern zu viele Zugeständnisse vor.

Trump kündigt Iran-Vereinbarung für Sonntag an – Teheran spricht von nahender Übereinkunft

In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für diesen Sonntag die Unterzeichnung einer Vereinbarung geplant. Unmittelbar danach solle die Straße von Hormus wieder geöffnet werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghai hatte zuvor davon gesprochen, dass es in den kommenden Tagen eine Übereinkunft geben könnte. „Wir waren noch nie so nah an einer Einigung, und es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Absichtserklärung in den kommenden Tagen finalisiert wird“, sagte Baghai laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna.

Die USA und der Iran verhandeln seit mehreren Wochen über ein Kriegsende. In einem ersten Schritt soll eine Absichtserklärung vereinbart werden. Mit diesem Rahmenabkommen soll eine Grundlage für weitere, vertiefte Gespräche zwischen Washington und Teheran gelegt werden. Mit dem Rahmenabkommen könnte aber bereits etwa die für den Handel wichtige Straße von Hormus wieder vollständig geöffnet werden. Gleichzeitig wies Baghai Berichte über eine bevorstehende Reise iranischer Offizieller nach Genf oder Islamabad zurück. „In den nächsten ein bis zwei Tagen ist keine Reise geplant“, sagte er demnach weiter. Zuvor hieß es aus dem iranischen Außenministerium, die mögliche iranisch-amerikanische Absichtserklärung werde nicht am Sonntag unterzeichnet. Eine Unterzeichnung in den kommenden Tagen könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, erklärte das Ministerium nach Berichten staatlicher Medien. Wegen angeblichen Zögerns der Gegenseite sei bei Äußerungen zum genauen Datum Vorsicht geboten.

Der Iran will außerdem für zunächst nicht näher beschriebene Dienstleistungen in der Straße von Hormus künftig Gebühren erheben. Schritte zur Gewährleistung eines sicheren Schiffsverkehrs in der Meerenge dienten der nationalen Sicherheit und dem weltweiten Gemeinwohl, teilte das Außenministerium der Nachrichtenagentur Fars zufolge mit. Zudem forderte das Ministerium ein Ende der ausländischen Militärpräsenz in der Region und bezeichnete die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder als festen Bestandteil eines geplanten Abkommens mit den USA.

US-Insider bezeichnet geplantes Abkommen als sehr gut

Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter bezeichnet das sich abzeichnende Abkommen mit dem Iran als sehr gut. Die USA werden sich an der Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen, sobald die Vereinbarung besiegelt ist, erklärt er.

Pakistan: Einigung zwischen USA und Iran voraussichtlich binnen 24 Stunden

Die USA und der Iran haben sich nach pakistanischen Angaben auf eine Absichtserklärung für ein Friedensabkommen geeinigt. Eine erste Vereinbarung solle innerhalb der nächsten 24 Stunden elektronisch unterzeichnet werden, erklärte Ministerpräsident Shehbaz Sharif am Samstag. In der kommenden Woche würden dann Gespräche auf technischer Ebene folgen. Pakistan vermittelt in dem Konflikt. Am Freitag hatten beide Seiten signalisiert, dass ein Ende der Kämpfe nahe sei. Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge haben sich Washington und Teheran auf einen Text verständigt.

Ob damit auch die Streitfrage Libanon gelöst wurde, blieb zunächst offen. Der Iran hat gefordert, dass Israel seine Offensive gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz beendet. Israel ist allerdings an den amerikanisch-iranischen Verhandlungen nicht direkt beteiligt. Die geplante Absichtserklärung sieht Insidern zufolge vor, dass die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen aufheben, eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigeben und Sanktionen gegen iranische Ölexporte aussetzen. Im Gegenzug solle der Iran die Straße von Hormus wieder öffnen. Anschließend soll in einer 60-tägigen Frist über das iranische Atomprogramm verhandelt werden, das US-Präsident Donald Trump als Grund für den Kriegsbeginn genannt hatte. Während die USA auf einen Abbau des Programms und die Zerstörung von hochangereichertem Uran pochen, will der Iran das Material in verdünnter Form behalten. Hochangereichertes Uran ist Ausgangsstoff für Atombomben.

Iranisches Staatsfernsehen: Ali Chamenei soll am 9. Juli beigesetzt werden

Irans langjähriger oberster Führer, Ayatollah Ali Chamenei, soll dem iranischen Staatsfernsehen zufolge am 9. Juli beerdigt werden – mehr als vier Monate nach seiner Tötung am ersten Tag des Iran-Krieges. Die ursprünglich für März geplante Beisetzung werde in Chameneis Heimatstadt, der nordöstlich gelegenen heiligen Stadt Maschhad, erfolgen, berichtete das Staatsfernsehen am Samstag. Vorausgehen werden demnach dreitägige Trauerzeremonien in der Hauptstadt Teheran ab dem 4. Juli sowie eine Trauerzeremonie in der heiligen Stadt Ghom am 7. Juli.

Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Südlibanon an – Berichte über heftige Angriffe

Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete sie mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit Freitagabend. Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.

Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar. Nach dem Aufruf zur Evakuierung meldeten libanesische Sicherheitskreise heftige israelische Angriffe mit Kampfflugzeugen, Drohnen und Artillerie auf Ziele in den genannten Gebieten – beispielsweise auf Kfar Ruman, Nabatija sowie die Hügel oberhalb der Stadt. Einige Gebiete, wie der größte Teil von Nabatija und Kfar Ruman, seien bereits vor der neuen Warnung nahezu menschenleer gewesen. Die israelische Armee bestätigte die Angriffe zunächst nicht. Sie berichtete zuvor mehrfach von Luftalarm in Nordisrael nach mutmaßlichen Drohnenangriffen der Hisbollah. Betroffen gewesen seien unter anderem die Grenzorte Metula und Misgav Am.

US-Streitkräfte schießen iranische Drohnen ab

US-Streitkräfte haben nach Angaben eines Insiders mehrere iranische Angriffsdrohnen in Richtung Straße von Hormus abgeschossen. Die Drohnen stellten eine Bedrohung für die zivile Schifffahrt dar, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Teheran müsse „schnellstens zur Vernunft kommen“, hatte US-Präsident Donald Trump zuvor erklärt und den Iran davor gewarnt, weitere Drohnen gegen Schiffe einzusetzen.

Teheran: Vereinbarung mit den USA könnte „in den kommenden Tagen“ unterzeichnet werden

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat sich optimistisch über eine baldige Einigung auf eine Friedensvereinbarung mit den USA gezeigt. „Sobald die letzten Phasen unserer Verhandlungen abgeschlossen sind, wird dieses Abkommen unterzeichnet und bekanntgegeben“, sagte Araghtschi am Freitagabend im iranischen Staatsfernsehen. Die Unterzeichnung des Abkommens werde „zunächst digital“ erfolgen, kündigte Araghtschi an. „Jede Seite wird remote unterschreiben. Danach wird bekannt gegeben, dass diese Vereinbarung von beiden Parteien unterzeichnet worden ist“, führte der Außenminister aus. „Das könnte in den kommenden Tagen passieren.“ Er sei „sehr zuversichtlich“.

Ein aktueller Entwurf für ein Abkommen zwischen Teheran und Washington sehe die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen vor, erklärte der iranische Chefdiplomat. „Die Seeblockade muss vollständig aufgehoben werden“, sagte er. „Das ist der erste Punkt, der in dem Abkommen erwähnt wird.“ Zudem behandelt der Entwurf Araghtschi zufolge die strategisch wichtige Straße von Hormus. „Der Iran hat die feste Entscheidung getroffen, dass die Verwaltung der Straße von Hormus nicht mehr so sein wird wie zuvor“, sagte er. Diesbezüglich würden weiterhin Gespräche mit Oman geführt.

Hinsichtlich der Frage des iranischen Atomprogramms erklärte Araghtschi, Einzelheiten würden innerhalb einer Frist von 60 Tagen nach Unterzeichnung der Vereinbarung erörtert werden. „Unsere Position war stets, dass der einzige Weg, mit dem Vorrat an angereichertem Material umzugehen, darin besteht, ihn innerhalb des Iran zu verdünnen“, sagte er mit Blick auf angereichertes Uran im Iran. Der iranische Außenminister warnte außerdem vor Versuchen Israels, ein mögliches Abkommen zwischen Teheran und Washington zu sabotieren. Die israelische Regierung suche nach Vorwänden, um das Abkommen zu „torpedieren“.

In den vergangenen Tagen hatte es trotz einer seit Anfang April geltenden Waffenruhe mehrfach gegenseitige Angriffe gegeben. Das US-Militär griff Ziele im Iran an, Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait. In der Nacht zum Freitag blieb es ruhig.

Insider: VAE haben bereits Milliarden für Iran freigegeben

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Insidern zufolge bereits Gelder in Höhe von mehr als drei Milliarden Dollar für den Iran freigegeben. Insgesamt hätten die VAE Zahlungen über zehn bis 20 Milliarden Dollar zugesagt, sagten vier mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle die Islamische Republik ihre Angriffe auf den Golfstaat einstellen. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der Washington und Teheran über ein Ende des Krieges der USA und Israels gegen den Iran verhandeln.

Iranischer Verband: Fifa-Präsident hält Versprechen nicht ein

Der iranische Fußballverband wirft Fifa-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Infantino habe uneingeschränkten Zugang für alle Verbandsmitglieder zu den drei WM-Spielen des Iran in den USA versprochen, sagte der iranische WM-Teambetreuer Mahdi Mohammad Nabi am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Nabi ist einer von 15 iranischen Funktionären, die kein US-Visum für die WM-Spiele erhalten haben. „Wir hoffen, dass Herr Infantino tatsächlich seinen Worten Taten folgen lässt und die Versprechen einhält, die er dem iranischen Nationalteam gegeben hat“, sagte Nabi.

Am Mittwoch hatte Infantino bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt Irans WM-Teilnahme noch als Beweis für den Erfolg der FIFA bei der Bewältigung komplexer politischer Fragen gefeiert. Das US-Außenministerium begründete die Visa-Ablehnungen damit, es werde „dem iranischen Team nicht erlauben, dieses System zu missbrauchen, um Terroristen unter falschen Vorwänden in die USA einzuschleusen“. Die iranische Mannschaft musste wegen der Visa-Probleme ihr Trainingslager kurzfristig von Arizona in den USA nach Tijuana in Mexiko verlegen.

Iran kündigt Änderungen bei Straße von Hormus an – künftig Gebühren?

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat erklärt, dass man bei der Verwaltung der Straße von Hormus nicht zu dem Status zurückkehren werde, den es dort vor dem Krieg gegeben habe. Die Schifffahrtsstraße gehöre zum Iran und zum Oman. Der Iran werde dafür sorgen, dass Schiffe, die durch die Straße führen, eine sichere Passage hätten. Was genau damit gemeint ist, sagte Araghtschi nicht. Beobachter hatten in den vergangenen Wochen darauf hingewiesen, dass der Iran versuchen könnte, von jedem Schiff, das künftig die Wasserstraße nutzt, eine hohe Gebühr zu verlangen. Vor dem von den USA und Israel begonnenen Krieg war die Durchfahrt kostenfrei. Würde eine Gebühr eingeführt, könnte das zu höheren Ölpreisen an den Weltmärkten und damit auch zu höheren Kosten etwa bei Verbrauchern und Unternehmen weltweit führen.

Iran: Ende der Libanon-Angriffe Teil der Vereinbarung mit den USA

Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagt im staatlichen Fernsehen, die Absichtserklärung mit den USA sei noch nicht unterzeichnet und es könne noch Änderungen geben. Geplant sei ein Ende des Krieges an allen Fronten, inklusive des Libanon. Teil der Vereinbarung sei auch ein Ende der US-Blockade gegen den Iran und die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Fragen des iranischen Atomprogramms würden erst zu einem späteren Zeitpunkt behandelt. Der Iran sei der Gewinner des Krieges mit den USA, fügt Araghtschi hinzu. Das Land ginge aus dem Krieg gestärkt hervor.