In einer überraschenden Wendung haben US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das ein Ende des iranisch-amerikanischen Konflikts vorsieht. Das Abkommen umfasst 14 Punkte und sieht ein „sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten, auch im Libanon“ vor, wie ein hochrangiger US-Regierungsbeamter mitteilte.
Trumps Deal und Irans Triumph
Die Unterzeichnung fand am Mittwoch statt, nur wenige Tage nach Trumps umstrittenem 80. Geburtstag, bei dem sich Männer in Käfigen vor dem Weißen Haus prügelten. Der Präsident feierte die Blut-Show und verkündete zwischenzeitlich die Einigung. Für Trump ist das Abkommen ein politischer Erfolg, den er als seinen Deal präsentiert. Auch Iran kann einen Triumph verbuchen, da das Abkommen die Sanktionen und militärischen Spannungen beendet.
Netanyahus Niederlage?
Doch wer verliert in diesem Szenario? Laut Juliane von Mittelstaedt, Reporterin im Auslandsressort des SPIEGEL, ist es Israel – und vor allem Premier Benjamin Netanyahu. In der SPIEGEL-Podcast-Folge „Acht Milliarden“ analysiert sie, dass Netanyahu, der im Oktober wiedergewählt werden will, als klarer Verlierer dasteht. Das Abkommen zwischen den USA und Iran schwächt seine Position, da es die Bedrohung durch Iran reduziert und Israels militärische Optionen einschränkt.
Die Podcast-Folge wurde vor den neuesten Entwicklungen im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah aufgezeichnet. Mittlerweile haben sich beide Seiten laut US-Regierungskreisen auf ein Ende der Angriffe verständigt. Die vollständige Analyse ist in der Podcast-Episode „Acht Milliarden“ verfügbar, die in allen gängigen Podcast-Apps abonniert werden kann.



