Die Stadt Potsdam verschiebt die Einführung der umstrittenen Verpackungssteuer um drei Monate. Wie die Stadtverwaltung am Freitagabend überraschend mitteilte, soll die neue Steuer, die unter anderem 50 Cent Extrakosten pro Einwegverpackung vorsieht, nun erst ab Oktober gelten. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) will einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag in der Stadtverordnetenversammlung am 1. Juli stellen.
Gastrobranche protestiert
Die Verschiebung kommt nicht von ungefähr: Die Gastrobranche hatte massiv gegen die Steuer mobil gemacht. Ursprünglich sollte die Verpackungssteuer bereits in zwei Wochen in Kraft treten. Nun will die Rathauschefin die Umsetzung auf Oktober verschieben, um mehr Zeit für Gespräche zu haben.
Die Entscheidung sorgt in der Stadt für Diskussionen. Befürworter der Steuer sehen darin einen wichtigen Schritt zur Reduzierung von Müll, während Gegner zusätzliche Belastungen für die Gastronomie befürchten.



