Nach dem Vorrunden-Aus der iranischen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 hat US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin (48) mit provokativen Äußerungen für Empörung gesorgt. Mullin erklärte, er sei froh, dass die Mannschaft des Iran nun endgültig abgereist sei, und deutete an, einen Freudentanz aufgeführt zu haben.
Mullin: „Freudentanz“ nach iranischem WM-Aus
„Ich bin einfach nur froh, dass sie fertig sind und nicht zurückkommen. Ich war sehr glücklich, als wir ihre Visa widerrufen haben. Vielleicht habe ich auch ein oder zwei Lieder gesungen oder vielleicht sogar einen Freudentanz getanzt“, sagte Mullin laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur. Die iranische Mannschaft war in der Vorrunde mit drei Unentschieden ausgeschieden und hatte während des Turniers mit erheblichen Einreisebeschränkungen zu kämpfen.
Wegen des Krieges im Nahen Osten hatte die Delegation ihr Quartier im mexikanischen Tijuana aufgeschlagen, statt wie ursprünglich geplant in Tucson (Arizona). Die US-Behörden erlaubten der Mannschaft nur kurzfristige Einreisen: An den ersten beiden Spieltagen durften die Spieler jeweils nur einen Tag vor Anpfiff einreisen, beim dritten Gruppenspiel in Seattle immerhin zwei Tage vorher. Die Rückreise musste jeweils unmittelbar nach den Partien erfolgen.
Iranischer Trainer kritisiert Behandlung scharf
Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Ägypten im letzten Gruppenspiel hatte Irans Trainer Amir Ghalenoei (62) die US-Gastgeber scharf kritisiert: „Sie haben uns schrecklich behandelt. Wir hätten schon viel früher einreisen müssen, aber das haben sie verhindert. Nach dem Spiel müssen wir schnell wieder zurück in unser Hotel in Tijuana, das sind drei Stunden Flug. Die Zeit verlieren wir für die Regeneration. Wir sind das unterdrückteste Team der ganzen WM. Ich flehe die Fifa an, dafür zu sorgen, dass kein Gastgeber in Zukunft mehr so eine Mannschaft behandelt.“
Der iranische Fußballverband reagierte offiziell auf Mullins Aussagen. In einer Mitteilung hieß es in aggressivem Ton: „Iraner sind die schlechten Behandlungen und Lügen von US-Offiziellen gewohnt, deshalb ist niemand im Iran überrascht von diesen feindlichen Äußerungen.“
Politische Spannungen überschatten Sport
Der Fall zeigt, wie stark die politischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran den Sport beeinflussen. Die Mannschaft des Iran musste nicht nur mit kurzfristigen Einreisegenehmigungen umgehen, sondern auch mit einer feindseligen Atmosphäre seitens US-Regierungsvertreter. Mullins Äußerungen werden als weiterer Beleg für die angespannten Beziehungen gewertet, die bereits durch den Konflikt im Nahen Osten belastet sind.
Die Fifa hat sich bislang nicht zu den Vorfällen geäußert. Beobachter fordern jedoch klare Regeln, um politische Einflussnahme auf sportliche Großereignisse zu verhindern. Die iranische Mannschaft reiste nach dem Turnier zurück nach Tijuana und von dort weiter in den Iran.



