US-Präsident Donald Trump hat beim Nato-Gipfel in Ankara für Verwirrung gesorgt, als er den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj mehrfach mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin verwechselte. Während eines Gesprächs am Rande des Gipfels, das sich um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine drehte, forderte Trump die anwesenden Journalisten auf, „Präsident Putin“ Fragen zu stellen – dabei zeigte er auf Selenskyj, der neben ihm saß. Selenskyj reagierte mit einem diplomatischen Lächeln.
Patriot-Raketen und Verwechslungen
In dem Treffen kündigte Trump an, der Ukraine eine Lizenz zum Bau von Patriot-Abwehrraketen zu erteilen. Doch das anschließende Gespräch mit Medienvertretern war von sprachlichen Patzern geprägt. So behauptete Trump, Putin wünsche sich ein Treffen mit ihm in Moskau, während Selenskyj daneben saß. Zudem sprach Trump über den Krieg gegen den Iran, nannte aber fälschlich die „Islamic Republic of Japan“ als Aggressor. Den Fehler bemerkte er nicht und redete unbeeindruckt weiter.
Zweifel an geistiger Fitness
Diese Verwechslungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem bereits 36 Experten für psychische Gesundheit in einer Stellungnahme vom April dieses Jahres Trump die geistige Eignung für das Präsidentenamt abgesprochen haben. Die Neurologen, Psychologen und Psychiater kamen zu dem Schluss, „dass Donald J. Trump geistig nicht in der Lage ist, das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten auszuüben“. Sie forderten Schritte, um ihn aus dem Amt zu entfernen. Der 80-jährige Trump dürfte mit seinen jüngsten Aussagen die Debatte um seinen Gesundheitszustand weiter anheizen.



