Trump drängt sich aufs Siegerfoto – und wird später entfernt
Beim WM-Finale 2026 in den USA versuchte US-Präsident Donald Trump, sich auf dem offiziellen Siegerfoto der spanischen Nationalmannschaft zu platzieren. Trotz Aufforderungen von Fifa-Präsident Gianni Infantino, die Bühne zu räumen, blieb Trump hartnäckig stehen. Doch sowohl die Fifa als auch der spanische Fußballverband entfernten ihn später aus den veröffentlichten Bildern.
Trumps Verhalten während der Siegerehrung
Lange Minuten spielte Donald Trump brav mit. Erstaunlich gelassen wirkte der US-Präsident, als er den Hauptdarstellern des WM-Finales minutenlang die Hände schüttelte, Schultern und Brustmuskeln beklopfte und ihnen Medaillen umhängte – zumindest gemessen am Geltungsdrang typischer Trump-Auftritte. Dann versammelte sich die spanische Mannschaft auf der schnell errichteten Tribüne zum traditionellen Siegerfoto. Aber Trump ließ sich Zeit, die Bühne zu verlassen, und machte dabei ein Gesicht wie ein gutmütiger, aber ein wenig zerstreuter Onkel, der bei Familienfeiern seinen Platz für das Erinnerungsfoto sucht.
Infantinos vergebliche Gesten
Obwohl Trump als US-Präsident über das Land herrscht, in dem das WM-Finale stattfand, hat er nicht das Hausrecht – besser gesagt: die zeremonielle Hoheit bei offiziellen Fifa-Terminen. Fifa-Präsident Gianni Infantino bedeutete erst mit einem Lächeln, dann mit einem Lachen und schließlich mit mehr oder weniger deutlichen Gesten seinem Buddy Trump, er möge doch bitte die Bühne räumen. Ohne den geringsten Erfolg. Momente später riss Kapitän Rodri den Pokal in die Höhe, und seine Mitspieler taten es ihm ausgelassen mit ihren Armen gleich. Links von ihm stand Trump, lächelnd wie ein zufriedener Funktionär der siegreichen Mannschaft.
Offizielle Veröffentlichungen ohne Trump
Auf vielen Fotos ist Trump direkt neben den ekstatisch jubelnden Spaniern zu sehen, hochgereckter Pokal und goldener Lamettaregen inklusive. Aber schon wenige Stunden später zeigen zwei offizielle Veröffentlichungen genau diese Situation ohne Trump. Das offizielle Fifa-Posting auf X schnitt das Bild auf der rechten Seite so ab, dass nur noch ein Hauch von Trump im Anschnitt zu sehen ist. Der spanische Fußballverband ging noch konsequenter vor: Das Foto in der offiziellen X-Botschaft der „Selección Española Masculina de Fútbol“ hat zwar einen viel weiteren Bildwinkel, dafür ist von Trump überhaupt nichts mehr zu sehen – er wurde einfach herausretuschiert.
Reaktionen und Bedeutung
Die Aktion zeigt, dass selbst der mächtigste Mann der Welt nicht überall willkommen ist. Während Infantino wohl eine kleine Konzessionsentscheidung zugunsten der Beziehung zwischen Fifa-Boss und US-Präsident traf, machte der spanische Verband klar, dass der Fokus allein auf den Sportlern liegen sollte. Die Bilder ohne Trump gingen viral und wurden vielfach kommentiert.



