US-Präsident Donald Trump hat vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien angekündigt, das Turnier „sofort“ wieder in die USA holen zu wollen. In einem Interview mit dem TV-Sender Fox sagte Trump, er werde FIFA-Präsident Gianni Infantino darum bitten, zeitnah eine weitere Fußball-Weltmeisterschaft in den USA stattfinden zu lassen. Trump verfolgt das Endspiel in East Rutherford als Ehrengast – es ist sein erster Stadionbesuch bei diesem Turnier. Zudem soll er den WM-Pokal an die Sieger überreichen.
Trumps Appell an Infantino: „Hörst du das, Gianni?“
„Wir müssen das wiederholen, und zwar, solange ich noch da bin. Hörst du das, Gianni“, sagte der 80-Jährige in Richtung des Weltverbandschefs. Trump hatte bereits zuvor eine erneute Bewerbung seines Landes für eine WM angekündigt. Die Vergabe der nächsten Turniere ist jedoch bereits geregelt: 2030 wird in Spanien, Marokko und Portugal gespielt, anlässlich des 100. Jubiläums finden zusätzlich je ein Spiel in Argentinien, Paraguay und Uruguay statt. 2034 ist Saudi-Arabien alleiniger Gastgeber.
WM-Erweiterung auf 64 Teams im Gespräch
Andrew Giuliani, Leiter der FIFA-Taskforce des Weißen Hauses zur WM, hatte zuletzt eine mögliche Bewerbung der USA für die WM 2038 mit 64 Teams ins Spiel gebracht. FIFA-Präsident Infantino hatte eine baldige Aufstockung von aktuell 48 auf 64 Mannschaften nicht ausgeschlossen. Trump betonte nun erneut überschwänglich den Erfolg des Turniers in diesem Jahr in den USA, Kanada und Mexiko. Er verwies auf die Stadien, die vor lauter Fans „übergequollen“ seien. „Ich glaube nicht, dass es jemals so etwas gab wie das, was mit dieser WM passiert ist“, sagte Trump. „Es war wunderschön. Es war wunderschön anzusehen und ich rechne Gianni das hoch an.“
WM-Finale als Bühne für Trumps Fußball-Pläne
Trump nutzt die Bühne des WM-Endspiels, um seine Ambitionen für den US-Fußball zu untermauern. Bereits in der Vergangenheit hatte er sich für eine Ausrichtung der WM in den USA starkgemacht. Die Vereinigten Staaten waren zuletzt 1994 alleiniger Gastgeber der Männer-WM, 2026 wird das Turnier gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausgetragen. Mit seiner Forderung nach einer „sofortigen“ Rückkehr der WM in die USA setzt Trump auf eine sportpolitische Agenda, die auch innenpolitisch wirken soll. Die FIFA hat sich bislang nicht offiziell zu Trumps Vorstoß geäußert.



