Trumps Pannen-Pool: 15-Millionen-Dollar-Debakel am Reflecting Pool
Trumps Pannen-Pool: 15-Millionen-Dollar-Debakel

Der Reflecting Pool am Lincoln Memorial in Washington, eines der bekanntesten Wahrzeichen der USA, ist zum Symbol für das Chaos unter Präsident Donald Trump geworden. Statt in strahlendem Blau präsentiert sich das Becken in einer grünlichen, übelriechenden Brühe. Ein Ortsbesuch des SPIEGEL zeigt das Ausmaß des Debakels.

15 Millionen Dollar für eine grüne Suppe

Ursprünglich wollte Trump den Pool zur 250-Jahr-Feier der USA auf Hochglanz bringen. Die Kosten wurden zunächst mit 1,8 Millionen Dollar angegeben, doch am Ende schlug die Rechnung mit knapp 15 Millionen Dollar zu Buche. Ein befreundeter Unternehmer erhielt den Auftrag ohne Ausschreibung. Trump versprach: „Das wird wunderschön werden“ und prahlte, die Renovierung werde „50 bis 100 Jahre halten“. Doch bereits zwei Tage nach dem Einlassen des frischen Wassers kehrten die Algen zurück – und das Wasser wurde noch grüner als zuvor.

Besucher zeigen sich enttäuscht

Passanten am Pool äußerten sich kritisch. Ein Besucher sagte: „Ich dachte, der Pool würde etwas besser aussehen. Etwas sumpfiger, als ich erwartet hätte, gelinde gesagt.“ Eine andere Besucherin meinte: „Ein etwas grünlicher Schimmer. Jedenfalls riecht es nicht gut.“ Ein weiterer Passant kommentierte: „Ein Becken dieser Größe blau halten zu wollen, ist nahezu unmöglich. Ich weiß nicht, welches Genie sich das ausgedacht hat.“

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Absurde Aktionen und Vandalismus-Vorwürfe

Die Renovierung entwickelte sich zu einem Medienphänomen. Arbeiter versuchten, die Algen wegzuschrubben, kippten Wasserstoffperoxid in den Pool und pumpten Ozonbläschen ins Wasser – alles ohne nachhaltigen Erfolg. Schließlich löste sich großflächig die neue blaue Farbe vom Boden. Trump behauptete, mutwillige Zerstörung sei die Ursache: Jemand habe einen 100 Meter langen Schlitz in den Boden geritzt, „wahrscheinlich mit einem Teppich- oder einem sehr scharfen Rasiermesser“. Beweise dafür blieben jedoch dürftig.

Nationalgarde patrouilliert, sieben Festnahmen

Seitdem durften Besucher das Wasser nicht mehr berühren. Die Nationalgarde patrouillierte rund um das 600 Meter lange Becken. Bislang gab es sieben Festnahmen wegen Vandalismus. Trumps Anhänger glauben an die Sabotage-Theorie. Ein Passant sagte: „Weil es Leute gibt in unserem Land, die sehr linksradikal sind und die Trump so sehr hassen, dass sie wollen, dass er dumm dasteht.“ Eine andere Frau ergänzte: „Es ist schrecklich, dass Leute den Pool geschändet haben nach den Verschönerungsversuchen für den 4. Juli.“

Experten vermuten Pfusch

Viele Bauexperten vermuten jedoch, dass die Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt wurden. Möglicherweise habe Trump selbst mit seiner Präsidentenlimousine über den frisch versiegelten Boden fahren müssen, um die Farbe zu begutachten – was die Schäden verursacht haben könnte. Ein Passant bemerkte: „Sie haben die Farbe nicht trocken lassen oder so. Als ich davon las, dachte ich: Was für ein Desaster!“

Der Pool als Symbol für Trumps Chaos

Kurz vor dem 4. Juli war das Wasser wieder grün. Trump kündigte an, den Pool nach der großen Feier erneut renovieren zu lassen. Der Reflecting Pool reflektiert nicht nur das Lincoln Memorial und das Washington Monument, sondern auch das Chaos, das dieser Präsident immer wieder anrichtet. Ein Schild warnt vor „Explosionsgefahr“ – wegen des geplanten Feuerwerks zum Jubiläum.

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