Tucker Carlson sagt sich von Republikanern los: „Ich bin raus“
Tucker Carlson verlässt Republikanische Partei

Der einflussreiche US-Podcaster Tucker Carlson hat überraschend seinen Austritt aus der Republikanischen Partei erklärt. Der 57-Jährige, der jahrelang als einer der lautstärksten Unterstützer der Partei galt, sagte in seinem Podcast „Can't Be Censored“: „Auf keinen Fall würde ich die Republikanische Partei unterstützen.“ Er sei seit 35 Jahren ein sehr konsequenter Verteidiger der Partei gewesen, „aber das lässt sich nicht verteidigen“. Carlson weiter: „Also nein, ich bin raus. Und wenn ich raus bin, dann sind sicher auch viele andere raus.“

Bruch mit Trump und der Partei

Carlsons Podcast, die „Tucker Carlson Show“, gilt als Sprachrohr von Donald Trumps „Make America Great Again“-Bewegung. Bereits zuvor hatte sich Carlson von Trump entfremdet, insbesondere im Streit über die US-israelischen Angriffe auf Iran. Der frühere Fox-News-Moderator entschuldigte sich nach Kriegsbeginn dafür, Trump ins Weiße Haus geholfen zu haben. Nun ging er noch einen Schritt weiter und kritisierte die Republikaner scharf: Sie würden ihre eigenen Wähler, Bürger und die Nation nicht vertreten. Stattdessen träfen sie Entscheidungen nach anderen Kriterien: „Was ist das Beste für dieses Unternehmen, was ist das Beste für Israel, was ist das Beste für unsere Spender?“

Vorwürfe des Verrats

Carlson bezeichnete das Verhalten der Republikaner als „inakzeptabel, es ist verräterisch, es ist unmoralisch, das darf so nicht weitergehen“. Er betonte, dass die Partei nicht nur in die falsche Richtung gehe, sondern grundlegend versage. Seine Aussagen sind auch vor dem Hintergrund der Zwischenwahlen im November spannend, bei denen die Republikaner um die Mehrheit in beiden Kammern kämpfen. Carlson stellte jedoch klar: „Die Demokratische Partei werde ich auch nicht unterstützen.“ Er wisse noch nicht, was er stattdessen tun werde.

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Isolationistische Haltung

Carlson vertritt – wie viele in der Republikanischen Partei – die Ansicht, Amerika solle sich aus fremden Konflikten heraushalten, egal ob in Iran, Gaza oder in der Ukraine. Diese isolationistische Linie hatte ihn bereits zuvor in Konflikt mit der Parteiführung gebracht. Sein Austritt könnte die MAGA-Bewegung weiter spalten und die Republikaner vor der Wahl schwächen.

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