Kolumbien: Ultrarechter de la Espriella gewinnt Präsidentschaftswahl hauchdünn
Ultrarechter gewinnt in Kolumbien hauchdünn

Knapper Sieg für den Ultrarechten

Kolumbien ist das nächste Land Lateinamerikas, das an die extreme Rechte fällt. Nach vier Jahren Linksregierung siegte bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag mit Abelardo de la Espriella hauchdünn ein ultrarechter Anti-Establishment-Kandidat. Der Anwalt und Unternehmer gilt als „Outsider“, der erst seit einem Jahr in der Politik ist. Seine fehlende politische Erfahrung nutzte er, um sich von der angeblich bestechlichen Politikerelite abzugrenzen.

Gemäß der Schnellauszählung entfielen in der Stichwahl 49,7 Prozent der Stimmen auf den Anwalt und Unternehmer, auf den linken Regierungskandidaten Iván Cepeda 48,7 Prozent. Zwischen beiden Kandidaten lagen nur 250.000 Stimmen. Damit fiel das Ergebnis wesentlich knapper aus, als es die Umfragen vorhergesagt hatten.

Amtliche Überprüfung noch ausstehend

Die amtliche Überprüfung aller Wahlprotokolle steht jedoch noch aus und soll erst in wenigen Tagen vorliegen. Die vorläufigen Ergebnisse gelten in Kolumbien, dem mit rund 53 Millionen Einwohnern zweitgrößten Land Südamerikas, allerdings als sehr verlässlich und weichen meist nur geringfügig vom amtlichen Endergebnis ab.

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De la Espriella feiert Sieg

Seinen Wahlsieg feierte de la Espriella am Sonntagabend vor Tausenden Anhängern in der Großstadt Barranquilla. „Heute beginnen eine neue Ära und eine neue Ordnung in Kolumbien“, sagte er. Seinen Mitbewerber Cepeda und Präsident Gustavo Petro warnte er vor möglichen Folgen, sollten sie das Ergebnis der Wahl nicht anerkennen: „Schürt keine Unruhen.“

Damit geht ein weiteres Land Lateinamerikas an die extreme Rechte. De la Espriella wird von Donald Trump unterstützt.

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