US-Botschafter Fertitta: Megajacht in Venedig löst Proteste aus
US-Botschafter Fertitta: Megajacht in Venedig löst Proteste aus

Der US-Botschafter in Italien, Tilman Fertitta, sorgt mit seiner Megajacht „Boardwalk“ auch in Venedig für Proteste. Mehrere Hundert Menschen versammelten sich in der Lagunenstadt, um gegen die Ankunft des 117 Meter langen Schiffes zu demonstrieren. Die Polizei riegelte den Zugang zur Jacht sowohl auf dem Wasser als auch an Land in der Nähe des Markusplatzes ab. Dabei kam es zu kleineren Krawallen, bei denen einige Demonstranten Polizisten mit aufblasbarem Poolspielzeug bewarfen, wie der US-Sender CNN berichtete.

Proteste gegen „Arroganz des Botschafters“

Die Organisatoren der Proteste hatten im Vorfeld von einer „Arroganz des Botschafters“ gesprochen, die „das Ergebnis der Politik“ von US-Präsident Donald Trump sei. Viele Demonstranten hielten Schilder mit Trump-Fotos hoch. Die Jacht, die rund 393 Millionen Euro gekostet haben soll, zog jedoch auch zahlreiche Schaulustige an, sowohl Einheimische als auch Touristen.

Fertitta, ein Milliardär mit einem geschätzten Vermögen von über elf Milliarden US-Dollar (etwa zehn Milliarden Euro), ist nicht nur Diplomat, sondern auch Besitzer der Basketballmannschaft Houston Rockets. Seine Italien-Tour bezeichnet er als „Küstendiplomatie“ aus Anlass des 250. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung der USA. Bereits bei früheren Stationen kam es zu Protesten.

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Megajachten in Venedig keine Seltenheit

Es ist keine Seltenheit, dass vor der weltbekannten Kulisse Venedigs Besitzer von Megajachten ihren Reichtum zur Schau stellen. Ähnliche Szenen hatte es vergangenes Jahr auch bei der Hochzeit von Amazon-Gründer Jeff Bezos gegeben. An diesem Wochenende findet in Venedig im Rahmen eines Stadtfestes ein großes Feuerwerk statt.

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