US-Minister Mullin bejubelt Iran-Aus bei WM – Teheran kritisiert
US-Minister bejubelt Iran-Aus bei WM – Teheran kritisiert

US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin hat sich öffentlich über das vorzeitige Ausscheiden der iranischen Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 gefreut. In einer Stellungnahme sagte Mullin: „Ich bin einfach nur froh, dass sie fertig sind und dass sie nicht zurückkommen.“ Er räumte ein, nach dem Widerruf der Visa für die iranischen Spieler „vielleicht auch ein oder zwei Lieder gesungen oder sogar einen Freudentanz getanzt“ zu haben.

Iranischer Fußballverband reagiert verärgert

Der iranische Fußballverband zeigte sich in einem Statement empört über die Äußerungen des Ministers, aber nicht überrascht. „Iraner sind die schlechten Behandlungen und Lügen von US-Offiziellen gewohnt, deshalb ist niemand in Iran überrascht von diesen feindlichen Äußerungen“, hieß es. Der Verband warf den USA vor, erneut zu beweisen, dass sie die Anforderungen an eine Gastgebernation nicht erfüllten.

Schwierige Bedingungen für iranische Mannschaft

Die iranische Mannschaft hatte während des Turniers mit erheblichen Einschränkungen zu kämpfen. Wegen strenger Einreisebeschränkungen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump musste das Team für jedes Vorrundenspiel aus seinem Quartier im mexikanischen Tijuana in die USA einreisen. Die Spieler durften sich nur für kurze Zeiträume vor und nach den Partien in den Vereinigten Staaten aufhalten. Diese Prozedur wurde von Spielern und Verantwortlichen als klare Benachteiligung bezeichnet. Auch die Stimmung in den Stadien war feindselig: Iranische Fans wurden ausgebuht, und die Mannschaft verpasste knapp den Einzug in die K.o.-Runde.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Teheran geht gegen eigene Fans vor

Unterdessen kündigte das Regime in Teheran Maßnahmen gegen iranische Fußballfans an, die während der WM die Nationalhymne missachtet und kritische Slogans gerufen hatten. Laut dem regierungsnahen Nachrichtenportal Nour News wurden viele dieser Fans bereits identifiziert. Ihnen droht die Beschlagnahmung ihrer Vermögenswerte in Iran. Die Aktionen der Fans wurden als politischer Protest gegen das Regime gewertet.

Hintergrund der Spannungen

Die Beziehungen zwischen Iran und den USA sind seit Jahren angespannt. Die Trump-Administration hatte bereits vor der WM restriktive Einreisebestimmungen für iranische Staatsbürger erlassen. Mullins Äußerungen verschärfen nun den diplomatischen Konflikt zusätzlich. Der iranische Verband betonte, dass die USA mit solchen Aktionen ihre Unfähigkeit als Gastgeber unter Beweis stellten. Die FIFA hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration