WM 2026: US-Regierung lockert Einreise-Regeln für iranische Fußballer
US-Regierung lockert Einreise für Irans WM-Team

Die US-Regierung lockert die Reisebeschränkungen für die iranische Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft. Für das Gruppenspiel gegen Ägypten am Freitag (5.00 Uhr am Samstag deutscher Zeit) in Seattle darf die Mannschaft bereits zwei Tage vor der Partie in die USA einreisen, teilte das Heimatschutzministerium (DHS) auf Anfrage mit.

Bisherige Regelung: Einreise nur 24 Stunden vor Anpfiff

Bei den ersten beiden WM-Partien in Los Angeles war dem Team die Einreise nach US-Medienberichten erst innerhalb von 24 Stunden vor dem Anpfiff gestattet worden. An der Pflicht zur sofortigen Ausreise nach dem Spiel hält die Regierung jedoch fest. „Die iranische Mannschaft wird weiterhin verpflichtet sein, das Land am Tag des Spiels zu verlassen“, erklärte ein DHS-Sprecher. Die übrigen Sicherheitsvorkehrungen blieben unverändert.

Hintergrund: Iran-Krieg und Rahmenabkommen

Die Auflagen waren vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs eingeführt worden, in dem sich Washington und Teheran jüngst auf ein Rahmenabkommen geeinigt haben. Iranische Verbandsvertreter kritisierten die Maßnahmen als Benachteiligung und beklagten zudem, dass mehrere Betreuer und Funktionäre keine US-Visa erhalten hätten. Der Leiter der FIFA-Taskforce des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, hatte in den vergangenen Tagen erklärt, die Reisevorgaben würden fortlaufend bewertet.

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Trainer Ghalenoei: Einschränkungen erschweren Vorbereitung

Das iranische Team hat sein Basislager im mexikanischen Tijuana. Trainer Amir Ghalenoei hatte bereits am Wochenende erklärt, für das dritte Gruppenspiel in Seattle dürfe seine Mannschaft die Reisepläne erstmals selbst festlegen. Für die ersten beiden Spiele habe das Team wegen der Vorgaben teils weniger als 16 Stunden vor dem Anpfiff vor Ort gehabt. „Diese Einschränkungen haben es sehr schwierig gemacht für uns“, sagte er. Iranische Spieler und Funktionäre hatten die Sonderauflagen wiederholt kritisiert und eine Gleichbehandlung mit den anderen WM-Teilnehmern gefordert.

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