USA fordern von Iran Öffnung der Straße von Hormus – neue Eskalation
USA fordern von Iran Öffnung der Straße von Hormus

Die USA fordern vom Iran eine verbindliche Zusage zur freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus. Bis Samstag solle die iranische Führung öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, berichteten das Portal „Axios“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Die Botschaft sei dem Iran direkt und über Vermittler überbracht worden. Welche Konsequenzen bei Nichtbefolgung drohen, blieb zunächst unklar.

Trump wirft Iran Mordpläne vor

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran vorgeworfen, ein Attentat auf ihn zu planen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: „1000 Raketen sind schussbereit und auf die Islamische Republik Iran gerichtet, und Tausende weitere werden unmittelbar folgen, sollte die iranische Regierung ihre in vielen Teilen der Welt ausgesprochene Drohung wahr machen, den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, in diesem Fall MICH, zu ermorden oder das zu versuchen.“ Die Befehle seien bereits erteilt, und das US-Militär sei bereit, „alle Gebiete des Iran vollständig zu dezimieren und zu zerstören“.

Israel warnte vor iranischem Mordkomplott

Israel hatte die US-Regierung Berichten zufolge vor iranischen Plänen zur Ermordung von Präsident Trump gewarnt. Die Führung in Teheran habe den Plan erst kürzlich ausgearbeitet, berichteten CNN und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf ungenannte Quellen. Die Warnung aus Israel sei neu und habe einen konkreten Anschlagsplan beinhaltet. Details waren zunächst nicht bekannt.

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Schiffsverkehr in der Straße von Hormus fast zum Erliegen gekommen

Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ist nach der jüngsten militärischen Eskalation nahezu vollständig zum Stillstand gekommen. Lediglich zwei Tanker passierten am Donnerstag die Meerenge, darunter der iranische Rohöl-Supertanker „Berg 1“ und der Chemikalientanker „Well Sail“. Jorge Leon, Leiter der geopolitischen Analyse bei Rystad Energy, erklärte: „Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus ist im Wesentlichen zum Erliegen gekommen, was im Moment mehr über die Risikowahrnehmung aussagt als jede Erklärung aus Washington oder Teheran.“

Iranische Streitkräfte hatten US-Militärstützpunkte in Kuwait, Katar und Bahrain mit Drohnen attackiert. In Kuwait wurde eine Person durch herabfallende Trümmerteile verletzt. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf US-Luftschläge gegen iranische Küsten- und Ostprovinzen.

Vermittler aus Katar und Pakistan im Einsatz

Unterhändler Katars halten sich Insidern zufolge zu Gesprächen im Iran auf, um in dem Konflikt zu vermitteln. Die Gespräche würden in Abstimmung mit den USA geführt, sagte eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei solle es unter anderem um die Umsetzung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran gehen. Auch Pakistan vermittelt: Die iranische Seite habe den Vermittlerstaat gebeten, den USA Verhandlungswillen zu signalisieren, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von gut informierten Quellen in Islamabad.

Trump: USA auch nach Ende der Waffenruhe zu Gesprächen bereit

US-Präsident Donald Trump bekräftigte das Ende der Waffenruhe im Iran-Krieg, ließ aber die Tür für Gespräche offen. Teheran habe um eine Fortführung von Gesprächen gebeten, und die USA hätten zugestimmt, schrieb Trump auf Truth Social. Das Wort Gespräche setzte er in Anführungszeichen.

Nahost-Spannungen treiben Dieselpreise über 2 Euro

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran lassen die Spritpreise deutlich steigen. Zum ersten Mal seit Mitte Mai kostete Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt wieder mehr als 2 Euro pro Liter, wie der ADAC mitteilte. Der Diesel-Durchschnittspreis vom Donnerstag lag bei 2,012 Euro – ein Anstieg von 4,2 Cent gegenüber Mittwoch und 6,2 Cent seit Wochenbeginn.

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14 Tote bei US-Angriffen im Iran

Bei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. 78 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt, wie der Pressedienst der Regierung mitteilte. Der Iran meldete Angriffe in fünf Provinzen. Eine strategisch wichtige Eisenbahnbrücke in der Provinz Golestan wurde getroffen – die Strecke ist für den Iran eine wichtige Verbindung im Handel mit China und Russland.

Iran warnt USA vor Einmischung in der Straße von Hormus

Die iranische Revolutionsgarde warnte die USA vor einer weiteren Einmischung in der Straße von Hormus. Andernfalls werde es eine „vernichtende Antwort“ geben. Die Angriffe der USA und ihre Maßnahmen zur Umleitung des Schiffsverkehrs beeinträchtigten die schrittweise Wiederöffnung der Wasserstraße. Die Transportkapazität habe sich unter iranischer Aufsicht wieder auf etwa 50 Prozent des Vorkriegsniveaus erholt, teilte die Revolutionsgarde mit.

EU-Kommission präsentiert Optionen für Israel-Sanktionen

In Reaktion auf die Ausweitung illegaler israelischer Siedlungen im Westjordanland hat die Europäische Kommission für ein EU-Außenministertreffen am kommenden Montag Handlungsoptionen erarbeitet. Sie umfassen Beschränkungen und Verbote für die Einfuhr von Waren aus israelischen Siedlungen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Siedlungspolitik als „völlig inakzeptabel“ und sprach von einer sich verschlechternden Lage.