USA greifen Iran trotz vereinbarter Waffenruhe an
USA greifen Iran trotz Waffenruhe an

Die Streitkräfte des US-Zentralkommandos (CENTCOM) haben nach eigenen Angaben Angriffe gegen den Iran durchgeführt. Grund war ein Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus. Dies gab CENTCOM auf der Plattform X bekannt. Die Aktion erfolgte trotz einer zuvor vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran.

Angriff auf Handelsschiff als Auslöser

Nach Angaben des CENTCOM hatte ein nicht näher bezeichnetes Handelsschiff in der strategisch wichtigen Straße von Hormus einen Angriff erlitten. Die USA reagierten darauf mit gezielten Militärschlägen gegen iranische Ziele. Details zu den Zielen oder dem Umfang der Angriffe wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Seerouten für den globalen Öltransport. Etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöls wird durch diese Meerenge verschifft. Ein Konflikt in dieser Region könnte daher weitreichende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben.

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Waffenruhe gebrochen?

Die US-Angriffe erfolgten nur wenige Tage nachdem beide Seiten eine Waffenruhe vereinbart hatten. Die Vereinbarung war als Schritt zur Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten begrüßt worden. Mit den neuen Angriffen droht die fragile Ruhe nun zu zerbrechen.

Experten warnen vor einer Eskalation des Konflikts. „Die USA riskieren einen offenen Krieg mit dem Iran, wenn sie trotz Waffenruhe weiter angreifen“, sagte ein Sicherheitsexperte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Die iranische Führung hat bisher nicht offiziell auf die Angriffe reagiert.

Reaktionen aus der Region

In der Region lösen die US-Angriffe Besorgnis aus. Nachbarstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate riefen zur Zurückhaltung auf. Der Iran hatte zuletzt mehrfach mit Vergeltung für Angriffe auf seine Interessen gedroht.

Die USA betonen, dass es sich um eine „begrenzte und verhältnismäßige“ Reaktion gehandelt habe. „Wir werden weiterhin unsere Streitkräfte und die Freiheit der Schifffahrt in der Region verteidigen“, hieß es in der CENTCOM-Erklärung.

Die Entwicklungen werden mit Spannung verfolgt. Die Vereinten Nationen haben beide Seiten zur Einhaltung der Waffenruhe aufgerufen.

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