Das US-Justizministerium hat die Festnahme von fünf Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 32 Jahren bestätigt, nachdem ein möglicher Anschlag auf die Käfigkampf-Veranstaltung zum 80. Geburtstag von Präsident Donald Trump vereitelt wurde. Die Beschuldigten seien vergangene Woche gefasst worden, erklärte das Ministerium am Dienstag in Washington. Zwei Festnahmen erfolgten im Bundesstaat Kalifornien, jeweils eine in Ohio, Missouri und Nebraska.
Hintergründe der Festnahmen
Zu den Verdächtigen zählt der 19-jährige Tycen P., der am 10. Juni in Ohio festgenommen wurde, nachdem seine Mutter die Polizei im Bezirk Knox informiert hatte, dass ihr Sohn Kontakt zu einer extremistischen Gruppe habe. Laut Justizministerium soll P. „Feuerwaffen, tausende Schuss Munition und Kampfausrüstung in seinem Zuhause in Ohio angehäuft“ haben. Zudem habe er „potenzielle Anschlagsziele identifiziert, darunter zahlreiche Kongress-Mitglieder“.
Geplanter Ablauf des Anschlags
Die insgesamt fünf Festgenommenen sollen geplant haben, Trumps Geburtstagsveranstaltung mit mit Sprengstoff bestückten Drohnen anzusteuern, um eine Evakuierung auszulösen. In der Folge sollten Scharfschützen auf „hochrangige Ziele“ in der fliehenden Menge schießen. Die US-Bundespolizei FBI und andere Polizeikräfte und Staatsanwälte hätten „mit ihrer schnellen Reaktion und ihrer Wachsamkeit getan, was sie jeden Tag tun, um Amerika sicher zu machen“, erklärte Übergangs-Justizminister Todd Blanche.
Reaktionen aus dem Weißen Haus
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte im Onlinedienst X, der US-Präsident und seine ganze Regierung seien „dem FBI und dem Secret Service und allen heldenhaften Mitgliedern der Sicherheitskräfte dankbar, die ohne Unterlass für unsere Sicherheit arbeiten“. Der Direktor des Secret Service, Sean Curran, betonte, seine Beamten hätten in den Tagen vor Trumps Geburtstagsfeier „rund um die Uhr gearbeitet“, um die Verantwortlichen zu identifizieren und zu verfolgen.
Das 60-Millionen-Dollar-Spektakel
Trump hatte seinen 80. Geburtstag am Sonntag mit einem Mixed-Martial-Arts-Spektakel vor dem Weißen Haus gefeiert. Dafür wurde eigens eine Freiluftarena errichtet. Rund 4000 Gäste waren eingeladen, die Kämpfe auf dem Gelände des Weißen Hauses zu verfolgen. In einem nahegelegenen Park verfolgten etwa 100.000 Menschen das schätzungsweise 60 Millionen Dollar teure Spektakel auf einer Großleinwand. Der Amtssitz des US-Präsidenten wird umfangreich geschützt durch Zäune, Kontrollpunkte, Überwachungskameras, Luftabwehr, Scharfschützen und die permanente Stationierung eines schnellen Eingreifteams.
Frühere Attentatsversuche auf Trump
Trump war zuletzt mehrfach Attentatsversuchen entgangen. Im April versuchte ein Schütze, ein Presse-Galadiner mit Trump in Washington zu stürmen, der Präsident blieb aber unverletzt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania im Juli 2024 wurde Trump von einem Schützen am rechten Ohr verletzt. Im September 2024 versteckte sich ein Mann mit einem Gewehr im Gebüsch am Rand von Trumps Golfplatz in Florida; er wurde festgenommen und später wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.



