Völler kritisiert Aufhebung von Baloguns Rot-Sperre scharf
Völler: Balogun-Sperre schadete dem Fußball

Völler: Aufhebung der Rot-Sperre ein Skandal

DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat die Aufhebung der Rot-Sperre für US-Nationalspieler Folarin Balogun scharf kritisiert. Hintergrund war ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino, das zur überraschenden Entscheidung führte. „Selbst wenn es nicht den Anruf bei Infantino gegeben hätte, wäre das Ganze furchtbar für den Fußball. Gott sei Dank hat Belgien gewonnen“, sagte Völler in einer Medienrunde mit „Bild“, „Frankfurter Rundschau“, der „Funke Mediengruppe“, „Kicker“ und „Süddeutscher Zeitung“ in Frankfurt am Main.

Belgiens Sieg als Erleichterung

Nach dem 1:4 der USA im Achtelfinale der Fußball-WM gegen Belgien zeigte sich Völler erleichtert. „Selbst Infantino wird nach dem Erfolg Belgiens ein Stein vom Herzen gefallen sein“, erklärte er. „Auch wenn er das nicht zugeben wird. Aber ich kenne ihn ja. Das Entscheidende ist, und das ist viel schlimmer als dieser Friedenspreis, über den man schmunzeln kann: Das hat definitiv dem Fußball geschadet.“

Balogun ohne Einfluss aufs Spiel

US-Topstürmer Balogun war beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz geflogen und damit für die Achtelfinal-Partie gegen Belgien gesperrt worden. Die FIFA hob die Sperre jedoch überraschend auf, nachdem Trump mit einem Anruf bei Infantino um eine Überprüfung gebeten hatte. Balogun stand in der Startelf des WM-Mitgastgebers, spielte im Duell mit den überlegenen Belgiern jedoch keine große Rolle und konnte das Ausscheiden der USA nicht verhindern.

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