Wadephul warnt vor Wiederbewaffnung der Hamas und lehnt Israel-Sanktionen ab
Wadephul warnt vor Wiederbewaffnung der Hamas

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat im anhaltenden Iran-Krieg vor einer erneuten Aufrüstung der islamistischen Hamas gewarnt und gleichzeitig Sanktionen gegen Israel abgelehnt. In einem Vorabbericht des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) forderte Wadephul mehr humanitäre Hilfe für den Gazastreifen und eine Teilverantwortungsübergabe an die Palästinenser. Zugleich müsse die Hamas entwaffnet werden, doch das Gegenteil sei der Fall: Sie bewaffne sich wieder. Staaten mit Einfluss auf die Organisation müssten mehr Druck ausüben.

USA setzen Angriffswellen gegen Iran fort

Das US-Militär hat in der siebten Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran durchgeführt. Laut dem US-Regionalkommando Centcom standen Einrichtungen der Militärlogistik und weitere Anlagen im Visier. Die Behauptung der iranischen Revolutionsgarden, zwei Öltanker seien auf Minen gelaufen und explodiert, wies Centcom zurück. Mehr als 50.000 US-Soldaten seien in der Region stationiert und blieben „wachsam, schlagkräftig und einsatzbereit“. Iranische Medien berichteten von Explosionen in der Stadt Chorramabad.

Iranische Vergeltungsschläge auf US-Verbündete

Der Iran hat nach eigenen Angaben Vergeltungsschläge gegen US-Verbündete in der Region durchgeführt. Die Revolutionsgarden nahmen US-Militäreinrichtungen in Kuwait und Jordanien ins Visier. In Bahrain ertönten Sirenen. Kuwait meldete Beschuss durch iranische Drohnen, die Luftabwehr sei im Einsatz. Auch in Bahrain heulten Sirenen, die Bevölkerung wurde aufgefordert, Ruhe zu bewahren und Schutz zu suchen. Katar warnte die Bevölkerung vor Raketenbeschuss; ein Kind wurde durch Trümmerteile verletzt. Jordanien fing drei iranische Raketen ab. Die iranische Armee griff zudem US-Hubschrauber und Aufklärungsflugzeuge auf dem Stützpunkt Sakhir in Bahrain an.

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Straße von Hormus: Tanker in Brand und Angriffe auf Schiffe

Die iranischen Revolutionsgarden halten nach eigenen Angaben vier Tanker in der Straße von Hormus auf. Zwei Öltanker gerieten nach Explosionen in Brand, nachdem sie ein vermintes Seegebiet durchquert hatten, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete. Das britische Militär meldete einen Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormus, der an der Backbordseite leichte Schäden erlitt. Die Besatzung blieb unverletzt. Zudem griff die iranische Revolutionsgarde ein unter thailändischer Flagge fahrendes Schiff an, das Warnungen ignoriert habe. Das US-Militär gab bekannt, in den ersten drei Tagen der neuen Blockade iranischer Häfen vier Handelsschiffe umgeleitet, eines fahruntüchtig gemacht und ein weiteres geentert zu haben.

Angriff auf Handelsschiff vor Jemen

Ein Handelsschiff ist vor der Küste des Jemen angegriffen worden. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) teilte mit, unautorisierte Personen seien an Bord gegangen, während das Schiff den Golf von Aden durchquerte. Der Vorfall ereignete sich 65 Seemeilen südlich von Al-Mukalla. Die jemenitische Küstenwache erklärte später, es handele sich um einen Angriff somalischer Piraten auf einen Öltanker. Marineeinheiten näherten sich dem Tanker, der sich langsam in Richtung Somalia bewege. Ein weiterer Angriff auf ein Handelsschiff wurde im Arabischen Meer, etwa 100 Seemeilen östlich der Küste Omans, gemeldet.

Zivile Opfer und humanitäre Lage

Bei einem israelischen Luftangriff auf eine Trauergemeinde in Nuseirat im zentralen Gazastreifen wurden nach palästinensischen Angaben mindestens acht Menschen getötet und 20 verletzt. Die Hamas verurteilte den Angriff als „brutales Massaker“. Die Gesamtzahl der an diesem Tag getöteten Palästinenser stieg auf mindestens zwölf. Trotz einer im Oktober vereinbarten Waffenruhe kommt es fast täglich zu israelischen Angriffen. Bei einem mutmaßlich iranischen Raketenangriff auf die irakische Kurdenregion wurden neun Mitglieder der Oppositionsgruppe Komala getötet. Zudem wurden acht Drohnen über Erbil abgefangen. Teheran meldete insgesamt 38 Tote und mehr als 400 Verletzte durch US-Angriffe im Juli. Die Zahlen beziehen sich auf Zivilisten, getötete Soldaten werden separat aufgeführt.

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US-Militär zerstört iranischen Überwachungsturm

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen iranischen Überwachungsturm für die Seefahrt zerstört. Dieser sei Teil eines maritimen Überwachungsnetzwerks entlang der iranischen Küste am Golf von Oman gewesen. Die Revolutionsgarden hätten den Turm jahrzehntelang genutzt, um Handelsschiffe zu verfolgen. „Die Zerstörung des Turms schwächt unmittelbar die Fähigkeit der IRGC, Angriffe auf unschuldige zivile Besatzungsmitglieder zu koordinieren“, erklärte Centcom. Der Angriff schütze die Freiheit der Schifffahrt für alle Schiffe, mit Ausnahme jener, die die US-Seeblockade durchbrechen wollten.

Iranisches Video mit Morddrohung gegen Trump

Die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitete ein Video mit dem Titel „Wo kann Trump getötet werden?“. Es zeigt angeblich die Route der Autokolonne von US-Präsident Donald Trump zu seinem Wohnsitz in Mar-a-Lago in Florida. Eine Version auf der Plattform X wurde gelöscht. Die Route war bereits im Januar 2026 wegen eines verdächtigen Objekts verändert worden.

Israelisches Parlament vor Neuwahl aufgelöst

Das israelische Parlament wurde vor der geplanten Wahl am 27. Oktober aufgelöst. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu strebt eine weitere Amtszeit an, doch Umfragen zeigen Zulauf für die Oppositionsparteien unter Führung des früheren Ministerpräsidenten Naftali Bennett und eines ehemaligen Militärchefs.