AfD-Chefin Alice Weidel hat dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) eine Absage für gemeinsame Wahlkampfduelle vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen erteilt. Der Vorschlag des BSW sah zwei Debatten mit Hin- und Rückspiel in Magdeburg und Schwerin vor. Weidels Sprecher Daniel Tapp erklärte, die AfD stehe zwar grundsätzlich für Dialog und demokratischen Austausch offen, verwies aber auf die Eigenverantwortung jeder Partei für ihren Wahlkampf.
AfD verweist auf Eigenverantwortung der Parteien
„Letztlich ist aber jede wahlwerbende Partei für ihren Wahlkampf selbst verantwortlich“, so Tapp. Er fügte hinzu, das BSW stehe vor der Herausforderung, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. „Sollte es das erreichen, ist die AfD selbstverständlich zu Gesprächen bereit.“ Tapp betonte zudem, dass man den Vorstoß positiv aufnehme, auch mit Blick auf vergleichbare Positionen von AfD und BSW beim Thema Ukraine.
BSW zeigt sich enttäuscht über Absage
BSW-Chefin Amira Mohamed Ali reagierte enttäuscht: „Ich hab' befürchtet, dass sie sich nicht trauen wird, aber ich find' das auch entlarvend.“ BSW-Generalsekretär Oliver Ruhnert kritisierte: „Dass Alice Weidel kneift, ist unsouverän. Viele Wähler im Osten hätte ein solches Duell ganz sicher interessiert.“ Das BSW bleibe offen für inhaltliche Debatten und bedauere die Absage sehr.
Hintergrund: Brief mit Duell-Vorschlag
In einem Brief an Weidel und AfD-Co-Chef Tino Chrupalla hatten Mohamed Ali, Co-Chef Fabio De Masi und Ruhnert gemeinsame Auftritte „jenseits der bekannten Wahlformate“ vorgeschlagen: „Eine kontroverse Debatte auf einem großen Marktplatz im Osten der Republik zwischen den bekanntesten Gesichtern zweier Parteien, die aus unterschiedlichen Gründen vom Mainstream bekämpft werden. Sie, Alice Weidel, gegen Sahra Wagenknecht.“ Konkret schlug die BSW-Spitze zwei Duelle vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen im September vor, eines in Magdeburg und eines in Schwerin.



