WM 2026: Falkland-Provokation, Tuchel-Kritik, Adidas-Triumph – Der Blog
WM 2026: Falkland-Provokation, Tuchel-Kritik, Adidas-Triumph

Falkland-Provokation: London erwartet Fifa-Untersuchung

Die britische Regierung erwartet vom Fußball-Weltverband Fifa eine Untersuchung zu der Provokation mit einem politischen Banner nach dem Halbfinal-Aus der englischen Nationalelf gegen Argentinien. Die Spieler des südamerikanischen Landes hatten nach ihrem 2:1-Triumph über die „Three Lions“ in Atlanta ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falkland-Inseln sind argentinisch“) auf dem Platz gezeigt.

„Wir erwarten von der Fifa, dass sie das untersuchen“, sagte der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle im BBC-Fernsehen. Politik müsse aus dem Fußball herausgehalten werden. Der Sprecher von Premierminister Keir Starmer sagte: „Die WM-Trophäe mag uns nicht gehören, die Falkland-Inseln aber definitiv.“ Die Fifa verbietet politische Botschaften bei WM-Spielen. Bislang äußerte sich der Verband nicht zum Vorfall.

Tuchel in der Kritik: Rooney und Lineker attackieren

Nach Englands WM-Aus gegen Argentinien prasselt heftige Kritik auf Nationaltrainer Thomas Tuchel ein. Auslöser sind seine taktischen Umstellungen nach dem Führungstreffer. „Wenn man Messi und Argentinien erlaubt, dass sie auf einen zustürmen, dann sucht man förmlich nach Ärger. Die Wechsel, die wir vorgenommen haben, haben uns nicht geholfen. Ich bin am Boden zerstört“, äußerte der frühere Nationalspieler Wayne Rooney.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Für Gary Lineker ist es „absolut unbegreiflich, dass man ausgerechnet gegen den besten Fußballspieler aller Zeiten die Taktik verfolgt, seine Spieler tief stehenzulassen“. Auch Michael Owen kritisierte: „Welche Botschaft sendet das aus? Solange wir nicht verstehen, dass Mut und Courage bedeuten, unter Druck den Ball in den eigenen Reihen zu halten und das Spiel zu kontrollieren – statt den Ball einfach 40 Meter nach vorn zu schlagen oder zu köpfen –, wird das Ergebnis immer dasselbe sein.“

Tuchel soll laut Medienberichten trotz des Scheiterns weiter das Vertrauen des englischen Verbands FA haben. Es werde erwartet, dass er das Team auch zur Heim-EM 2028 führen werde, schrieb die BBC. Ex-Stürmer Chris Sutton unterstellte Tuchel eine „Coaching-Katastrophe“. FA-Geschäftsführer Mark Bullingham äußerte sich nicht konkret zur Vertragssituation: „Die Spieler und Thomas haben heute alles gegeben.“

Adidas triumphiert im WM-Finale

Für den Sportartikelhersteller Adidas wird das Finale der Fußball-WM zu einem Triumph im Duell der Ausrüster. Im Endspiel stehen sich mit Argentinien und Spanien zwei von dem fränkischen Konzern ausgerüstete Nationalmannschaften gegenüber. Der Rivale Nike geht leer aus, nachdem England im Halbfinale ausschied. Adidas bezeichnete das Finale als „Moment des Stolzes“.

Der Anteil von Adidas am Schuhmarkt stieg im Juni auf 19,2 Prozent von 16 Prozent im Vorjahr, so das Analysehaus M Science. Adidas rechnete allein für das zweite Quartal mit Bestellungen für WM-Produkte im Wert von rund 250 Millionen Euro. Nike-Sprecher betonten, die Vision des Unternehmens sei „nie an einen einzigen Moment gebunden“ gewesen. Die Nike-Aktie verlor in diesem Jahr fast ein Drittel an Wert.

Argentinien lacht über Pickfords Spickzettel

Jordan Pickford war auf alles vorbereitet – nur nicht darauf, dass sein Elfmeter-Spickzettel nach dem WM-Aus ausgerechnet die Argentinier zum Lachen bringen würde. Auf seiner Trinkflasche klebte ein Zettel mit Notizen, in welche Ecke die argentinischen Schützen schießen. Lionel Messi und Mitspieler studierten den Zettel, lachten und reichten die Flasche weiter. Fitnesstrainer Luis Martin postete ein Bild mit den Worten: „Schade, dass wir nicht denselben Plan hatten.“ Später löschte er den Beitrag.

WM-Finale mit langer Halbzeitshow und Trump

Die Halbzeitpause im Finale soll wegen einer großen Show länger als die üblichen 15 Minuten dauern. Berichten zufolge sind 20 bis 30 Minuten Pause geplant. Auftreten sollen Shakira, Madonna, Justin Bieber, BTS, Burna Boy, Coldplay und ein New Yorker Grundschulchor. US-Präsident Donald Trump wird den Pokal überreichen. Das ZDF und MagentaTV zeigen die Show.

Das erste Halbfinale Spanien gegen Frankreich erreichte im ZDF durchschnittlich 12,688 Millionen Zuschauer – ein Bestwert für ein Spiel ohne deutsche Beteiligung. Der Marktanteil lag bei 53,1 Prozent.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration