WM 2026: Spanien besiegt Argentinien – Merz unbekümmert nach Spahn-Rücktritt
WM 2026: Spanien besiegt Argentinien – Merz unbekümmert

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 endete mit einem Sieg Spaniens gegen Argentinien. Das Finale in New Jersey war eher glanzlos, aber die Ernüchterung erleichtert den Abschied vom Turnier. US-Präsident Donald Trump musste den Spaniern den Pokal überreichen, obwohl er sie zuvor als „schlechte Menschen“ bezeichnet hatte. Fifa-Chef Gianni Infantino hatte Mühe, Trump aus dem Bild zu komplimentieren.

Politische Pointe: Spanien trotzt Trump

Der spanische Titelgewinn beschert eine politische Pointe: Ausgerechnet die Mannschaft jener Nation, die sich durch beständige Weigerung auszeichnet, Trump mit Unterwürfigkeit zu begegnen, gewann unter den Augen des US-Präsidenten. Trump hatte erst kürzlich den Abbruch aller Handelsbeziehungen mit Spanien angekündigt. Nun musste er das spanische Team ehren. „Es hätte wohl niemanden gewundert, wenn Trump die Trophäe als Souvenir mitgenommen hätte“, kommentierte ein Beobachter.

Das Spiel selbst war kein besonders schönes, aber es lindert den WM-Abschiedsschmerz. Die nächste WM der Herren findet 2030 statt – in genau 1420 Tagen, sofern man richtig rechnet. „Wir haben jetzt viel Zeit, das zu klären“, heißt es.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Jens Spahn tritt zurück – Merz zeigt sich unbekümmert

In Deutschland sorgte der Rücktritt von Jens Spahn vom Fraktionsvorsitz der Union für Aufsehen. Die Welle der Empörung in der Leihmutteraffäre war stärker als alle Beharrungskräfte des Machtpolitikers. Friedrich Merz, CDU-Chef und Kanzler, wirkte im ZDF-Sommerinterview unbekümmert. „Man konnte den Eindruck gewinnen, dass Merz der Sturz seines forschen Fraktionschefs ganz gelegen kommt: Der sitzt ihm jetzt nicht mehr im Nacken“, so ein Kommentator.

Spahn ist jung und wird wohl zurückkehren. „Macht er es wie Friedrich Merz, kann er noch im Jahr 2049 Bundeskanzler werden“, scherzte ein Beobachter. Merz hat nun die Aufgabe, die Nachfolge zu klären – möglicherweise mit einem kleinen Umbau des Kabinetts.

Großbritannien: Andy Burnham wird neuer Premier

In Großbritannien tritt Andy Burnham, der frisch gekürte Labour-Chef, heute sein Amt als Premierminister an. König Charles III. wird ihn mit der Regierungsbildung beauftragen. Burnham soll die Bürger davon überzeugen, sich bei den nächsten Wahlen gegen einen Sieg der populistischen Reform UK zu entscheiden.

In aktuellen Umfragen liegt Reform UK mit mehr als 25 Prozent vorn, Labour etwa fünf Prozentpunkte dahinter. Doch Labour hat zuletzt Aufwind bekommen, während die Zustimmung für die Rechtspopulisten nachlässt. „Beste Voraussetzungen für Burnham, vergleichsweise seriös zu wirken“, so ein Analyst. Die nächsten Wahlen stehen regulär im August 2029 an.

Russischer Oppositioneller Nadeschdin zum Aufgeben gezwungen

Der russische Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin, einer der letzten Gegner von Wladimir Putin, musste seine Kandidatur für die Parlamentswahlen im September aufgeben. Der Kreml ließ ihn verhaften und zum „ausländischen Agenten“ erklären. Nadeschdin schrieb auf Telegram, er sei „zum Schweigen gebracht“ und „aus der Politik gedrängt“ worden.

Weitere Nachrichten der Nacht

US-Militär beschoss in der neunten Nacht in Folge Ziele in Iran. Teheran meldete, man habe zwei Schiffe in der Straße von Hormus gesprengt und werde keinen Tropfen Öl mehr durch die Meerenge lassen.

US-Vizepräsident JD Vance ist Vater geworden – als erster Vizepräsident seit mehr als 150 Jahren, der im Amt ein Kind bekommt. Die wachsende Familie zieht aufs Land, wo die Begeisterung der Nachbarn laut Medienberichten begrenzt ist.

Einsatzkräfte fanden die Leiche der seit 2020 vermissten Französin Delphine Jubillar. Ihr Ehemann, der im Mordprozess seine Unschuld beteuerte, lieferte den Hinweis auf den Fundort.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration