WM-Finale: Trump und Infantino hinter Glas – Spanien gegen Argentinien live
WM-Finale: Trump und Infantino hinter Glas – Spanien gegen Argentinien

Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Titelverteidiger Argentinien steigt am Sonntagabend ab 21 Uhr im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey. US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino verfolgen das Spiel gemeinsam hinter einer Glasscheibe, wie ein Foto der Nachrichtenagentur Reuters zeigt. Die Stimmung im Stadion ist angespannt, auch weil Fans eine Protestaktion gegen die beiden geplant haben.

Protestaktion: Rote Karte für Trump und Infantino

Fußballfans haben vor dem Finale eine Aktion vorbereitet, um Trump und Infantino bildstark einen Denkzettel zu verpassen. In New York wurden auf dem Weg zum Stadion Rote Karten verteilt, die Fans während der Pokalübergabe zeigen sollen. Auf den Karten ist ein QR-Code zur Plattform finalredcard.com abgedruckt. „Wenn Trump und Infantino am 19. Juli die Trophäe überreichen, halten Sie diese Rote Karte in Richtung Spielfeld“, heißt es dort. In Anlehnung an den Videobeweis bei der WM ist zu lesen: „Nach der Prüfung hinsichtlich politischer Korruption und Amtsmissbrauchs lautet die Entscheidung: Rote Karte.“ Die Aktion wurde von der Organisation hinter der Plattform initiiert, die Trump als „angehenden Diktator mit einem anstößigen Korruptionsmuster, der immer wieder in die WM eingegriffen hat“ bezeichnet.

Aufstellungen: Spanien unverändert, Argentinien mit drei Änderungen

Spaniens Trainer Luis de la Fuente vertraut im Finale derselben Startelf wie im Halbfinale gegen Frankreich. Argentiniens Coach Lionel Scaloni nimmt dagegen drei Änderungen im Vergleich zum Halbfinale gegen England vor: Nico Gonzalez ersetzt Paredes, Montiel und de Paul rücken für Molina und Simeone in die Startelf. Damit reagiert Scaloni auf die Stärken des Gegners und die eigene Taktik.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Showprogramm: Stars und eine kurze Abschlussfeier

Die Abschlussfeier der WM begann um 19.30 Uhr mit Auftritten von Post Malone, Swae Leo und IShowSpeed. Jennifer Hudson sang die US-Nationalhymne, allerdings zweieinhalb Minuten zu spät laut FIFA-Zeitplan. Robbie Williams trat in einem Outfit auf, das an die US-Flagge erinnerte, begleitet von Nicole Scherzinger und Laura Pausini. Die Feier fiel überraschend kurz aus – viele Zuschauer hatten mit einer längeren Show gerechnet. Zur Halbzeit ist erstmals in der WM-Geschichte eine Halbzeitshow geplant, die sich am Super Bowl orientiert und etwa elf Minuten dauern soll. Als Acts sind Shakira, Madonna, Justin Bieber und BTS angekündigt, kuratiert von Chris Martin, Frontmann von Coldplay.

Rekord-Preisgeld: 50 Millionen Dollar für den Weltmeister

Der Sieger des Endspiels erhält eine Rekordprämie von 50 Millionen US-Dollar (43,71 Millionen Euro), der Verlierer bekommt 33 Millionen US-Dollar. Insgesamt schüttet die FIFA 871 Millionen US-Dollar an die 48 teilnehmenden Verbände aus. Jedes Team erhielt 2,5 Millionen US-Dollar für die Vorbereitung, dazu kommen mindestens 10 Millionen US-Dollar für das Ausscheiden in der Vorrunde. Der DFB kassierte für das Aus im Sechzehntelfinale elf Millionen US-Dollar – deutlich weniger als für den WM-Sieg 2014 (35 Millionen US-Dollar).

Lehrmeister gegen Schüler: De la Fuente trifft auf Scaloni

Die Trainer beider Teams verbindet eine besondere Geschichte: Lionel Scaloni machte vor etwa neun Jahren seinen Trainerschein in einem Sonderprogramm des spanischen Verbandes, und Luis de la Fuente war sein Lehrer für Taktik. „Er saß in der ersten Reihe“, erinnerte sich de la Fuente. „Es ist natürlich jetzt einfach, zu sagen, dass er außergewöhnlich war. Aber da war etwas Besonderes. Er hatte diese Unruhe, forderte einen immer heraus, diskutierte.“ Scaloni betonte die Freundschaft: „Wir sind Freunde. Er weiß, wie mein Team spielt. Ich weiß, wie seines spielt. Wir haben ähnliche Muster, versuchen beide stark mit dem Ball zu sein.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Messi vor möglichem Abschied: Emotionale Botschaft

Lionel Messi, der während der WM seinen 39. Geburtstag feierte, veröffentlichte vor dem Finale einen emotionalen Instagram-Post, der als Abschiedsgruß gedeutet wird. „Das Beste an all diesen Jahren waren nicht nur die Titel, sondern die gesamte Reise. Den Alltag mit dieser Gruppe teilen, gemeinsam an Wettkämpfen teilnehmen, in schwierigen Zeiten wieder auf die Beine kommen und jeden Schritt des Weges genießen“, schrieb der achtmalige Weltfußballer. „Pase lo que pase mañana, este grupo ya escribió una historia que nunca vamos a olvidar y que nadie podrá borrar. VAMOS ARGENTINA.“ Seine Frau Antonela Roccuzzo reagierte mit weinenden Emojis. Messi bestreitet gegen Spanien sein 207. Länderspiel für Argentinien.

Fans in Berlin: Spanische Überzahl und gemischte Tipps

In der Kulturbrauerei in Berlin versammelten sich eine Stunde vor Anpfiff zahlreiche Fans. Die spanischen Anhänger waren deutlich in der Überzahl, darunter die drei Freundinnen Marina, Inés und Mercedes, die in Berlin arbeiten. „Ich bin voller Vorfreude, aber leide auch jetzt schon“, sagte Inés. „Wenn Spanien verliert, gibt es eine nationale Depression.“ Marina tippte auf ein 2:1 für Spanien. Jürgen aus Amsterdam, Argentinien-Fan, hoffte auf einen Sieg seiner Mannschaft: „Ich liebe die Art und Weise, wie die argentinische Mannschaft spielt und die Leidenschaft, die sie hat. Messi ist der größte aller Zeiten.“ Sein Tipp: ebenfalls 2:1, aber für Argentinien. Er freute sich besonders auf die Pokalübergabe durch Trump: „Ich hoffe, das ganze Stadion singt dann etwas Gemeines. Es ist so bizarr: Trump hat keine Ahnung von Fußball, er sollte nicht dort sein.“