Die Aktienrente als Erfolgsmodell für Deutschland
Albert Einstein soll vom achten Weltwunder gesprochen haben, als es um den Zinseszinseffekt ging. Wer ihn verstehe, verdiene daran – alle anderen bezahlten ihn. Dieser Leitgedanke illustriert gut, weshalb die Rentenkommission empfiehlt, in Deutschland nach 70 Jahren wieder kapitalgedeckte Elemente in die gesetzliche Rentenversicherung aufzunehmen. Die kapitalbasierte Säule sichert nicht nur die gesetzliche Rente, sondern stärkt auch die Wirtschaft, meinen Jörg Rocholl und Monika Queisser, beide Mitglieder der Rentenkommission.
Erfahrungen aus Schweden als Vorbild
Der Ansatz deckt sich mit den guten Erfahrungen, die Länder wie Schweden in dieser Hinsicht gemacht haben. Das Zusammenspiel von Umlageverfahren und Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rente ist dort eine Erfolgsgeschichte geworden. Auch in Deutschland soll es eine Erfolgsgeschichte werden, vor allem im Kontext der demografischen Herausforderungen. Die kapitalgedeckte Rente wird die bestehenden Zahlungen aus dem Umlagesystem ergänzen.
Mehr Rentenniveau und individuelle Konten
Das Rentenniveau dürfte damit über die nächsten Jahre spürbar ansteigen. Alle Versicherten werden eigene, namentliche Konten erhalten, gespeist durch Einzahlungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern von jeweils einem Prozent des Bruttoeinkommens. Sie können sich laufend über die Entwicklung ihres angesparten Kapitals informieren. Die Rentenkommission betont, dass die kapitalgedeckte Rente Chancen für die jüngeren Generationen eröffnet.



