MDR bezahlt freie Mitarbeiter fürs Nichtstun
Berlin – Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht seit Jahren in der Kritik: Politischer Linksdrall und massive Geldverschwendung werden ihm vorgeworfen. In einem aktuellen Fall geht ein ARD-Sender besonders verschwenderisch mit den Gebühren der Beitragszahler um. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet über eine Vereinbarung, nach der freie Mitarbeiter auch dann bezahlt werden sollen, wenn sie gar nicht arbeiten.
Die Zeitung bezieht sich auf eine Einigung des Deutschen Journalistenverbandes Sachsen mit der Geschäftsleitung des MDR auf sogenannte Ausgleichszahlungen. Davon profitieren freie Mitarbeiter, die zwischen April 2026 und März 2027 „Honorareinbußen erleiden“. Wer besonders lange für den Sender arbeitet, soll 90 Prozent der Bezüge erhalten, kurzzeitig Beschäftigte immerhin noch 80 Prozent – völlig egal, wie oft man im Dienst ist.
Miese trotz Millioneneinnahmen
Auf den ersten Blick gehen die Sender sparsamer mit dem Geld der Gebührenzahler um, weil sie weniger Aufträge an freie Mitarbeiter vergeben. In der Praxis dürfte ein großer Teil der Summe durch die Regelung dennoch fließen, dieses Mal sogar ohne Gegenleistung.
Alexander Teske (54) arbeitete selbst für die Tagesschau und kritisiert die verkrusteten Strukturen der ARD. Der Ex-ARD-Redakteur erklärt BILD den Hintergrund der absurden (Nicht-)Sparmaßnahme: „Viele Anstellungen des MDR riechen nach Scheinselbstständigkeit, es gibt allein vier Kategorien an freien und festen freien Mitarbeitern. Ich vermute, dass diese wegen des Sparkurses auf die Barrikaden gegangen sind und damit diese Regel durchsetzen konnten.“ Laut FAZ hat der Intendant bereits zugestimmt.
MDR musste „Tatort“ pausieren
Eine Anfrage der Zeitung zu den rechtlichen Hintergründen beantwortete der MDR nicht, betonte jedoch, dass sich nun „die Gremien des MDR damit befassen“ müssten. Fakt ist: 2024 gab der MDR trotz rund 775 Millionen Euro kassierten Gebührengeldes sogar mehr aus, als er einnahm. Deshalb soll es jetzt eine dreijährige Zwangspause für neue Tatort- und Polizeiruf 110-Produktionen geben.
Laut Teske ist es kein Zufall, dass der MDR ausgerechnet bei den Favoriten des Publikums spart: „Ziel der Verantwortlichen ist es, einen größtmöglichen Proteststurm der Zuschauer zu entfachen, der sich gegen die Politik richtet, welche der Forderung nach höheren Gebühren bislang nicht nachkommt. Dabei gäbe es zahlreiche Einsparmöglichkeiten, die die Sender aus Eigeninteresse aber nicht nutzen.“



