Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat heute seinen Rücktritt erklärt. Der Labour-Politiker stand zuletzt unter massivem Druck, nachdem es zu parteiinternen Konflikten, Rücktritten mehrerer Regierungsmitglieder und schlechten Wahlergebnissen gekommen war. Die Ankündigung erfolgte in einer Videobotschaft, die von mehreren Medien verbreitet wurde.
Hintergrund der Krise
Die Regierungskrise hatte sich über Wochen zugespitzt. Mehrere Kabinettsmitglieder hatten ihre Ämter niedergelegt, darunter auch enge Vertraute Starmers. Hinzu kamen schlechte Umfragewerte und eine Niederlage bei einer wichtigen Nachwahl. Laut Berichten der Nachrichtenagentur AP war der Druck auf Starmer zuletzt so groß geworden, dass ein Verbleib im Amt nicht mehr möglich schien.
Reaktionen auf den Rücktritt
Innenpolitische Beobachter werten den Schritt als historisch. Starmer war erst 2024 zum Premierminister gewählt worden und hatte sich eigentlich eine langfristige Regierungsperiode vorgenommen. Oppositionspolitiker forderten umgehend Neuwahlen. Die konservative Partei kündigte an, eine Übergangsregierung bilden zu wollen. König Charles III. wurde über die Entwicklung informiert, wie es aus dem Buckingham-Palast hieß.
Auswirkungen auf die britische Politik
Der Rücktritt Starmers dürfte weitreichende Folgen haben. Die Labour-Partei steht nun vor der Herausforderung, einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Gleichzeitig wächst der Druck auf das politische System Großbritanniens, das bereits durch den Brexit und die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie geschwächt ist. Experten rechnen mit einer Phase der politischen Instabilität.



