Kanzler Merz: Peinlicher WM-Post war Kommunikationspanne
Merz: Peinlicher WM-Post war Kommunikationspanne

Kanzler Friedrich Merz (70) hat mit einem missglückten Social-Media-Post kurz nach dem blamablen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay für Spott gesorgt. Wie nun bekannt wurde, war die Veröffentlichung des lobenden Beitrags ein Versehen. Nach Informationen aus Regierungskreisen habe es einen „Abstimmungsfehler“ gegeben, der zur Verbreitung der falschen Nachricht führte.

Falscher Tweet zur falschen Zeit

Das Kanzleramt bestätigte gegenüber dem „Tagesspiegel“: „Falscher Tweet, falscher Zeitpunkt, falscher Knopf.“ Demnach waren mehrere Varianten einer Reaktion auf das WM-Aus vorbereitet worden. Statt einer angemessenen Stellungnahme sei jedoch versehentlich ein positiver Post veröffentlicht worden, der die Leistung der Mannschaft lobte. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert“, hieß es darin. Das 3:4 nach Elfmeterschießen gegen den südamerikanischen Außenseiter war von Medien zuvor als „Trauerspiel“, „Blamage“ und „Armutszeugnis für Fußball-Deutschland“ bezeichnet worden.

Spott und Häme aus allen Lagern

Die Veröffentlichung des Posts löste eine Welle der Kritik aus. Selbst aus den eigenen Reihen der CDU gab es deutliche Worte. Ein Mitglied des CDU-Bundesvorstands klagte laut „Tagesspiegel“: „Nach diesem Tweet stellt sich die Frage, was eigentlich mehr weh tat. Die Leistung gestern oder diese Einordnung des Bundeskanzlers.“ Auch die politische Konkurrenz reagierte mit Spott. „Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse“, schrieb die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68) auf X. Die Wortkombination „Welches Spiel“ trendete in den sozialen Medien.

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Merz verteidigt sich mit zweitem Post

Angesichts der Kritik sah sich Merz gezwungen, mit einem weiteren Post nachzulegen. „Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark“, schrieb er auf X. „Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott.“ Die Panne im Kanzleramt wurde als „leider sehr ärgerlich“ bezeichnet. Die Affäre zeigt, wie schnell ein falscher Knopfdruck zu einer politischen Peinlichkeit werden kann.

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