Umfrage: Nur 18 Prozent zufrieden mit Kanzler Merz und Regierung
Nur 18 Prozent zufrieden mit Merz und Regierung

Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der „Bild am Sonntag“ zeigt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seine schwarz-rote Koalition bei den Wählern weiterhin nicht punkten können. Nur 18 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden, während 74 Prozent Unzufriedenheit äußern. Ähnlich schlecht fällt die Bewertung der Bundesregierung aus: Auch hier sind lediglich 18 Prozent zufrieden, 75 Prozent hingegen unzufrieden.

AfD bleibt stärkste politische Kraft

Im sogenannten „Sonntagstrend“ kann die Union zwar im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 22 Prozent zulegen, doch die AfD bleibt mit 28 Prozent (minus 1) klar vorn. Die SPD verliert einen Punkt und kommt auf 12 Prozent, die Grünen ebenfalls 12 Prozent (minus 1). Die Linke gewinnt einen Punkt und erreicht 11 Prozent. FDP und BSW stagnieren bei jeweils 4 Prozent und wären damit nicht im Bundestag vertreten. Die sonstigen Parteien kommen auf 7 Prozent (plus 1).

Hohe Unzufriedenheit auch bei eigenen Anhängern

Besonders alarmierend für die Koalition: Die Unzufriedenheit ist nicht nur in der Bevölkerung insgesamt hoch, sondern auch bei den Wählern von Union und SPD. Insa-Chef Hermann Binkert erklärte: „Drei Viertel der Befragten sind unzufrieden mit der Arbeit des Bundeskanzlers und der Bundesregierung. Darunter auch eine Mehrheit der Wähler von Union und SPD. Der Abwärtstrend für die Union scheint im Moment gestoppt, aber es gibt keine Trendumkehr.“

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Ostdeutsche und Frauen besonders kritisch

Die Unzufriedenheit ist im Osten Deutschlands besonders ausgeprägt: 79 Prozent der Befragten dort sind mit Merz unzufrieden, mit der Regierung sogar 80 Prozent. Auch geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich: Frauen bewerten Schwarz-Rot deutlich kritischer als Männer. 78 Prozent der weiblichen Wähler sind mit der Bundesregierung unzufrieden, bei den Männern sind es 71 Prozent.

Landtagswahlen im September

Im September stehen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin an. Experten erwarten gute Ergebnisse für die AfD, die in den aktuellen Umfragen besonders im Osten stark abschneidet. Die Insa-Erhebung basiert auf einer Befragung von 1.204 Personen vom 6. bis 10. Juli. Die statistische Fehlertoleranz wird mit plus/minus 2,9 Prozentpunkten angegeben. Die Daten gelten als repräsentativ.

Umfragen mit Vorbehalt

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

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