Welcome Center Pasewalk: Dreifache Unterstützung für Zuzügler, Studenten und Fachkräfte
Welcome Center Pasewalk: Hilfe für Zuzügler, Studenten, Fachkräfte

Welcome Center Pasewalk: Dreifache Unterstützung für Zuzügler, Studenten und Fachkräfte

Das Welcome Center Stettiner Haff mit Sitz in Pasewalk hat seine ursprüngliche Aufgabe deutlich erweitert. Während es bei der Gründung Mitte 2019 vorrangig um die Beratung von Rückkehrern und Zuzüglern in die Region Vorpommern ging, konzentrieren sich die drei Mitarbeiterinnen Claudia Snow, Aleksandra Piasecka und Kateryna Yerdokymova mittlerweile auf drei zentrale Bereiche: die klassische Betreuung von Zuzüglern, das Gewinnen von Studenten für eine spätere Tätigkeit in der Region sowie das Werben und die intensive Betreuung von internationalen Fachkräften.

Steigende Nachfrage und erweiterte Aufgabenfelder

„Die Betreuung von Rückkehrern und Zuzüglern bleibt für uns wichtig, macht aber nur noch etwa 20 Prozent unserer Arbeit aus. Den überwiegenden Teil widmen wir uns etwa je zur Hälfte den beiden anderen Feldern. Dabei überschneiden sich alle drei Bereiche oftmals“, erklärt Center-Leiterin Aleksandra Piasecka. Die Nachfrage ist deutlich gestiegen: Im vergangenen Jahr verzeichnete das Center 1.162 Anfragen, 76 mehr als im Vorjahr. Intensiv betreute Fälle gab es 75, gegenüber 63 im Jahr 2024. Bei diesen Fällen stehen Themen wie Arbeit, Wohnen, Leben, Freizeit, Naherholung und Unternehmenskontakte im Mittelpunkt.

Kampagnen und Kooperationen für die Region

Eine erfolgreiche Sommerkampagne informierte Studenten über berufliche Perspektiven und die Möglichkeit, in Vorpommern Fuß zu fassen. Dabei arbeitet das Center eng mit dem Welcome Center Greifswald zusammen. „Wenn man Fachkräfte halten will, braucht man nicht nur eine Wohnung und einen Kita-Platz, sondern auch eine Integration in den Unternehmen. Das wird oft unterschätzt“, betont Claudia Snow. Zu den Aktivitäten gehören Veranstaltungen wie „Wissenschaft trifft Wirtschaft“, bei denen mit Landratsamt, Wirtschaftsministerium, Kliniken und Hochschulen diskutiert wird, welche Faktoren junge Leute zum Bleiben bewegen.

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Herausforderungen und praktische Lösungen

Die Integration von Menschen von außerhalb, ob aus Bayern oder dem Ausland, ist eine Herausforderung, die Zeit braucht. „In Unternehmen müssen sich beide Seiten aufeinander zubewegen“, so Piasecka. Praktische Probleme wie die Mobilität ohne Pkw oder die Suche nach passendem Wohnraum erschweren den Zuzug. Zudem schrecken die hier gezahlten Löhne potenzielle Zuzügler oft ab. Auf der anderen Seite schätzen viele das stressfreie Leben, die Natur und die gute Kinderbetreuung in der Region. Internationale Anfragen kamen 2025 unter anderem aus Polen, Ägypten, Irak, Russland, den USA, Indien und Mauretanien.

Unterstützung durch Netzwerke und Behörden

Das Center organisiert auch Aktionen wie „Online-Speed-Dating“ mit Unternehmen für Studenten und beteiligt sich an Job- und Ausbildungsmessen. Bei der Betreuung von Fachkräften arbeitet es mit der Ausländerbehörde und der Fachkräftezentrale in Schwerin zusammen. „Die Fälle mit ausländischen Fachkräften sind oft sehr komplex. Daher sind wir froh über die Unterstützung der Fachkräftezentrale“, sagt Aleksandra Piasecka. Auch der Landkreis leistet Hilfe, um die Integration in Vorpommern erfolgreich zu gestalten.

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