Bürgermeisterwahlen in MV: Dämpfer für die AfD
Bürgermeisterwahlen in MV: Dämpfer für die AfD

Die AfD hat bei den Bürgermeisterwahlen in vier Städten Mecklenburg-Vorpommerns eine Niederlage erlitten. Politikwissenschaftler Wolfgang Muno von der Universität Rostock sieht die Partei als großen Verlierer. In Schwerin, Anklam und Ueckermünde verfehlten die AfD-Kandidaten den Einzug in die Stichwahl, in Wismar liegt die AfD-Kandidatin mit deutlichem Rückstand hinter dem SPD-Konkurrenten.

Muno wertet die Ergebnisse als Dämpfer für die AfD vor der Landtagswahl am 20. September. Die Partei sei in Städten nicht mehrheitsfähig und habe keine mobilisierenden Kandidaten gehabt. In Schwerin landete AfD-Kandidatin Petra Federau knapp auf Platz drei, was vielerorts Erleichterung auslöste. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) schrieb auf Instagram, Schwerin habe sich gegen die AfD entschieden.

AfD-Landeschef Leif-Erik Holm räumte ein durchwachsenes Ergebnis ein, verwies aber auf die schwierigere Situation in größeren Städten. Er nannte den Einzug der AfD-Kandidatin in Wismar erfreulich. Muno kritisierte, dass Holm selbst nicht in Schwerin angetreten sei, obwohl er 2023 die Stichwahl erreicht hatte. Holm bleibt Bundestagsabgeordneter in Berlin.

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Die CDU feierte den Wahlausgang. Landeschef Daniel Peters sieht die Partei in großen Städten erfolgreich. In Schwerin treten nun CDU-Kandidat Sebastian Ehlers und SPD-Kandidatin Mandy Pfeifer in der Stichwahl am 26. April an. Pfeifer wird auch von der Linken unterstützt. In Wismar kommt es zur Stichwahl zwischen SPD-Mann Frank Junge und AfD-Kandidatin Manuela Medrow. In Anklam gewann Amtsinhaber Michael Galander (IfA) mit 72,1 Prozent, in Ueckermünde siegte der parteilose Jürgen Kliewe.

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