Die Berliner CDU-Fraktion hat sich am Mittwoch im ehemaligen Kongresszentrum ICC am Messegelände umgesehen und bewertet die aktuellen Entwicklungspläne positiv. Fraktionsvorsitzender Dirk Stettner sagte nach dem Rundgang: „Zum ersten Mal wird das ICC als Quartier gedacht, eingebunden in die City West. Einen solchen Stand hatten wir noch nie.“ Das 1979 eröffnete und seit 2012 stillgelegte Gebäude, das als größter „Lost Place“ der Hauptstadt gilt, soll mit Kunst, Kultur und Gastronomie wiederbelebt werden.
Projektpartner stellen Pläne vor
Die Abgeordneten trafen unter anderem Tobias Fischer von der Coloured Fields GmbH, die zu den Projektpartnern gehört. Fischer erläuterte an einem Modell im Eingangsfoyer die Zukunftsvisionen: „Wir wollen den Dornröschenschlaf beenden.“ Geplant ist unter anderem, das Parkhaus am ICC durch einen Hotelneubau mit Vorplatz zu ersetzen. Das Land Berlin will das seit 2019 unter Denkmalschutz stehende Gebäude per Erbbaurecht für 99 Jahre an die neuen Betreiber abgeben.
Sanierungskosten von über 400 Millionen Euro
Allein die Sanierung des Hauptgebäudes soll nach vorsichtigen Schätzungen der Projektpartner voraussichtlich mehr als 400 Millionen Euro kosten. Die Fertigstellung ist für 2032 anvisiert. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Bausenator Christian Gaebler (beide SPD) hatten die neuen Pläne Ende Juni gemeinsam mit Vertretern der Projektpartner vorgestellt. Das ICC, einst das größte Kongresszentrum Europas, ist als „Raumschiff in der City West“ bekannt und soll nun neues Leben erhalten.



