Tagesgeld-Vergleich: Diese deutschen Angebote zahlen aktuell hohe Zinsen
Tagesgeld: Hohe Zinsen mit deutscher Einlagensicherung

Deutsche Einlagensicherung als Sicherheitsanker

Viele Sparer setzen beim Tagesgeld auf die deutsche Einlagensicherung, da Deutschland eine hohe Bonität besitzt – bestätigt durch das AAA-Rating von Standard & Poor's. Obwohl EU-weit einheitliche Standards gelten, die Einlagen bis 100.000 Euro schützen, genießt der deutsche Schutzschirm besonderes Vertrauen. Im Krisenfall kann der Staat eher einspringen als in Ländern mit schlechterer Bonität.

Die besten Tagesgeld-Angebote mit deutscher Einlagensicherung im Überblick

Laut dem Vergleich der Funke Mediengruppe bieten mehrere Banken hohe Zinsen bei deutscher Einlagensicherung. Höhere Erträge als in Deutschland sind derzeit nur in Estland bei der Bigbank mit 4,05 Prozent p. a. über vier Monate möglich. Die folgenden Angebote mit deutscher Einlagensicherung sind aktuell am höchsten verzinst:

VW Bank: 3,1 Prozent für sechs Monate

Die VW Bank hat den Neukundenzinssatz auf 3,1 Prozent p. a. angehoben, mit einer Zinsgarantie von sechs Monaten. Der Basiszinssatz beträgt 1 Prozent p. a., der Aktionszinssatz gilt unbegrenzt. Die Zinsauszahlung erfolgt monatlich. Die Einlagensicherung liegt bei 100.000 Euro je Kunde.

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ING: 3,2 Prozent für vier Monate

Die ING ist zwar niederländischen Ursprungs, ihr Deutschlandgeschäft unterliegt jedoch der BaFin und der deutschen Einlagensicherung. Neukunden erhalten 3,2 Prozent p. a. für vier Monate, Basiszinssatz 0,75 Prozent p. a. Der Maximalbetrag für den Aktionszinssatz beträgt 250.000 Euro, Zinsauszahlung jährlich.

Postbank: 3,2 Prozent für sechs Monate

Die Deutsche-Bank-Tochter bietet vom 15. August 2026 bis 14. Februar 2027 3,2 Prozent p. a. für Neukunden. Voraussetzung: Mindesteinlage 2.500 Euro, Maximalbetrag 250.000 Euro, Einzahlung von Neugeld bis 10. August. Basiszinssatz 0,75 Prozent, quartalsweise Zinsauszahlung.

Hamburg Direct Bank: 3,21 Prozent für vier Monate

Das Geldhaus aus Hamburg bietet Neukunden 3,21 Prozent p. a. für vier Monate. Basiszinssatz 1,25 Prozent, Maximalbetrag 150.000 Euro, quartalsweise Zinsauszahlung.

Bank of Scotland: 3,25 Prozent für drei Monate

Die Bank of Scotland, eine Marke der Lloyds Bank mit Sitz in Berlin, gewährt 3,25 Prozent p. a. für drei Monate. Basiszinssatz 1,25 Prozent, Maximalbetrag 100.000 Euro, monatliche Zinsauszahlung.

Targobank: 3,25 Prozent für vier Monate

Die Targobank erhöhte den Zinssatz auf 3,25 Prozent p. a. für vier Monate. Basiszinssatz 0,6 Prozent, Maximalbetrag eine Million Euro, jährliche Zinsauszahlung zum 31. Dezember.

Norisbank: 4,0 Prozent bis Jahresende

Die Deutsche-Bank-Tochter bietet 4,0 Prozent p. a. bis 31. Dezember 2026, jedoch nur bei Eröffnung eines Girokontos und Umstellung von drei Zahlungsverbindungen. Zusätzlich gibt es eine Prämie von 120 Euro. Basiszinssatz 0,75 Prozent, Maximalbetrag 250.000 Euro, quartalsweise Zinsauszahlung.

Chase: 4,0 Prozent zum Deutschlandstart

Chase, zur US-Großbank J.P. Morgan gehörend, startete in Deutschland mit 4,0 Prozent p. a. für vier Monate. Basiszinssatz 2 Prozent, unbegrenzter Maximalbetrag, monatliche Zinsauszahlung. Sitz in Berlin, daher deutsche Einlagensicherung.

Warum die deutsche Einlagensicherung als besonders sicher gilt

Gemäß EU-Richtlinie 2014/49/EU müssen Banken einem Einlagensicherungssystem angehören, das Einlagen bis 100.000 Euro schützt. Die Erstattung soll innerhalb von sieben Werktagen erfolgen. Jedoch hat jedes Land einen eigenen Fonds – in Deutschland die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB). Bei einer systemischen Krise könnte die Sicherung überfordert sein, da die Fonds nur 0,8 Prozent der gedeckten Einlagen vorhalten müssen. Dann ist der Staat gefragt. Deutschland steht mit AAA-Rating von Standard & Poor's sehr gut da, während Italien mit BBB+ sieben Stufen darunter liegt.

Länder mit ähnlicher Sicherheit

Neben Deutschland haben auch die Niederlande, Schweden und Luxemburg ein AAA-Rating. In diesen Ländern ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Staat im Krisenfall einspringt. Dennoch besteht kein Rechtsanspruch auf staatliche Entschädigung.

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Freiwillige Einlagensicherung: Mehr Schutz?

Einige Banken werben mit freiwilligen Sicherungssystemen, die Einlagen bis zu 3 Millionen Euro abdecken. Die Bundesbank weist jedoch darauf hin, dass hier kein Rechtsanspruch besteht. Sparer sollten daher Einlagen pro Bank auf 100.000 Euro begrenzen und Beträge darüber auf andere Institute verteilen. Dabei sind auch Guthaben auf Giro- und Festgeldkonten zu berücksichtigen.