Infantino macht Fußball kaputt: Halbzeitshow beim WM-Finale
Infantino zerstört Fußball: Halbzeitshow beim Finale

Es gibt im Fußball Regeln, die wirklich jeder kennt: Eine Mannschaft hat elf Spieler, ein Spiel dauert 90 Minuten, die Halbzeitpause 15 Minuten. So war es immer. Doch beim WM-Finale in New York soll nun die Halbzeitpause drastisch verlängert werden. Laut Berichten sollen Shakira, Madonna, Justin Bieber und die K-Pop-Band BTS auftreten. Diese Entscheidung geht auf Gianni Infantino zurück, den Präsidenten der FIFA.

Infantinos Vision: Fußball als Unterhaltungsshow

Infantino, der den Weltfußballverband FIFA anführt, habe nach Meinung von Kritikern nichts für den Fußball übrig und mache ihn deshalb kaputt. Die FIFA mit Sitz in der Schweiz genießt Steuerprivilegien und definiert sich selbst als gemeinnützigen Sportverband, sei aber in Wahrheit eine milliardenschwere Gelddruckmaschine, deren Funktionäre sich selbst bereichern. Die geplante Halbzeitshow sei nur der konsequente Abschluss von Infantinos Vernichtung des traditionellen Fußballs.

„Ich mag Bolognese und ich mag Döner. Aber niemals beides zusammen, weil es nicht zusammengehört. So ist es auch mit Fußball und Madonna“, schreibt die Kolumnistin Alexandra Würzbach in ihrem Beitrag. Sie betont, dass sie nichts gegen Weltstars wie Madonna habe, aber ein WM-Finale sei nicht der richtige Ort für ein Musikfestival.

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Frühere Eingriffe: Trinkpause als Werbeplattform

Auf Infantinos Mist sei auch die sogenannte „Hydration Break“ gewachsen, eine Trinkpause in der Halbzeitpause. Diese habe nur einen Zweck: noch mehr Geld durch Werbung. Obwohl 38 Grad im Schatten eher die Ausnahme waren, wurde die Pause eingeführt. Viele Fans kritisierten dies scharf.

Natürlich verändere sich der Fußball, und Regeln dürften sich ändern, wenn sie das Spiel gerechter machen. Torlinientechnik, fünf Auswechslungen oder der VAR seien Beispiele für sinnvolle Neuerungen. „Aber ein Musik-Festival in einer verlängerten Halbzeitpause des Finals? Soll das für die Spieler eine Erleichterung sein? Kommen die nicht völlig aus dem Tritt, wenn die Pause so lange dauert?“, fragt die Kolumnistin.

Vergleich mit dem Super Bowl

Die FIFA wolle den Super Bowl in den USA unterhaltungsmäßig übertreffen. Der Super Bowl sei seit Jahrzehnten Unterhaltung mit Football, die WM war immer Fußball mit etwas Unterhaltung. „Der Fußball braucht keine Halbzeitshow. Er ist die Show“, stellt die Autorin klar.

Abgesehen davon reiche ihr unterhaltungstechnisch die Übergabe des WM-Pokals durch FIFA-Präsident Infantino mit Donald Trump aus. Infantino habe auch 2018 bei der WM in Russland mit Wladimir Putin und 2022 mit dem Herrscher Katars posiert. 2034 werde er dies sicherlich mit Blut-Prinz Mohammed bin Salman in Saudi-Arabien tun. „Abgewählt wird der Fifa-Boss bis dahin wohl nicht. In einem Clan wird der Boss ja auch nicht abgewählt“, so der Kommentar.

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