Die schwarz-rote Koalition unter Kanzler Friedrich Merz bietet genug Anlass zur Kritik. Dennoch darf man nicht behaupten, dass sie es leicht hätte – insbesondere vor den entscheidenden Berliner Reformtagen. Ein Kommentar von Christopher Ziedler.
Äußere Umstände als Ausrede?
Allein auf die äußeren Umstände kann Merz seine Schwierigkeiten nicht schieben. Erstens, weil er als Oppositionsführer seinem SPD-Vorgänger Olaf Scholz genau das nicht durchgehen ließ. Zweitens prägte die mangelnde Regierungserfahrung des aktuellen Kanzlers mindestens die Anfangsmonate seiner Amtszeit.
Reformpaket für alle: Eine Herkulesaufgabe
Die Koalition muss ein Reformpaket schnüren, das allen gesellschaftlichen Gruppen gerecht wird – kein Klacks, sondern ein Kunststück. Die Berliner Reformtage stehen bevor und mit ihnen die Bewährungsprobe für die Regierung. Ob Merz und sein Team die Herausforderung meistern, bleibt abzuwarten.



