Vetternwirtschaftsvorwürfe schaden AfD massiv
Vetternwirtschaftsvorwürfe schaden AfD massiv

Bisher konnte die AfD auch nach Spionage-, Spenden- oder Neonazi-Affären ihre Wahlergebnisse oft steigern. Beim jüngsten Skandal rund um Vetternwirtschaft aber könnte das anders sein, sagt der Parteienforscher Benjamin Höhne. Weil hier bewährte Abwehrtaktiken ins Leere laufen und sich ein innerer Widerspruch der Rechtsaußen-Partei zeigt.

In einem Interview mit der ZEIT äußerte sich Höhne zu den wiederholten Skandalen der AfD. Auf die Frage, ob es in den letzten zehn Jahren eine Partei mit mehr Skandalen gegeben habe, antwortete er: „Keine Partei ist frei von Verfehlungen oder Skandalen. Bei der AfD häufen sie sich jedoch überdurchschnittlich. Ein typischer Schwerpunkt liegt dabei darauf, Rechtsaußenideologie salonfähig zu machen.“

Der aktuelle Fall von Vetternwirtschaft in Sachsen-Anhalt könnte die Glaubwürdigkeit der Partei nachhaltig beschädigen. Höhne betont, dass die bisherigen Abwehrstrategien der AfD bei diesem Skandal nicht greifen, da es sich um interne Missstände handelt, die den Anspruch der Partei auf moralische Überlegenheit untergraben.

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