CDU-Parteitag: Wegner als Spitzenkandidat bestätigt trotz Gegenkandidatur
Wegner als CDU-Spitzenkandidat bestätigt

Auf dem CDU-Landesparteitag am Dienstagabend endete die Wahl von Kai Wegner zum Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl trotz anfänglicher Turbulenzen mit einem deutlichen Ergebnis. Der Regierende Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzende erhielt 92,6 Prozent der Stimmen.

Überraschende Gegenkandidatur sorgt für Unruhe

Nach einer mehr als einstündigen Rede, die mit langem Beifall bedacht wurde, meldete sich Wolfram Wickert, ein 85 Jahre alter Delegierter aus dem Kreisverband Mitte, zu Wort. Er warnte vor Wegner als Spitzenkandidaten und erklärte kurz darauf seine eigene Kandidatur. Dies führte zu einer Änderung des Abstimmungsmodus: Statt per Handzeichen wurde nun geheim gewählt, was den Parteitag zeitweise unterbrach und für Nervosität sorgte.

Klare Mehrheit für Wegner

Von 272 abgegebenen Stimmen entfielen 252 auf Wegner, 18 auf Wickert, zwei Stimmzettel waren ohne Kandidatenangabe. Wegner zeigte sich nach Bekanntgabe erleichtert: „92,6 Prozent in geheimer Abstimmung – das ist Unterstützung“, sagte er. „Ich will Regierender Bürgermeister bleiben – was denn sonst!“ Er kündigte einen motivierten Wahlkampf an.

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Kritik an Wegner bleibt bestehen

Trotz des klaren Votums gab es zuvor parteiintern und öffentlich deutliche Kritik an Wegner. Vorwürfe betreffen unter anderem sein Verhalten während des großen Stromausfalls, als er Tennis spielte, sowie die Berufung des inzwischen entlassenen Digitalstaatssekretärs Matthias Hundt. Auch sein Einsatz für die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks, die gerichtlich aufgehoben wurde, schadete ihm. Dennoch kann Wegner nun auf die geschlossene Unterstützung der Delegierten verweisen.

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