Fall Streeck: Keine Konsequenzen trotz Leihmutterschaft
Fall Streeck: Keine Konsequenzen trotz Leihmutterschaft

Die Bundesregierung hat klargestellt, dass der Fall von Drogenbeauftragtem Hendrik Streeck (CDU) anders zu bewerten sei als der von Unionsfraktionschef Jens Spahn, der nach Bekanntgabe seiner Vaterschaft durch eine Leihmutter zurückgetreten war. Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte in Berlin, Streeck habe keine politischen Forderungen vertreten, die im Widerspruch zu seiner persönlichen Lebensführung stünden. „Deswegen bitte ich, diese sehr klare Unterscheidung auch zu respektieren“, so Kornelius.

Streeck und Spahn: Zwei Fälle, unterschiedliche Bewertung

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Streeck und sein Ehemann Paul Zubeil hatten Mitte April die Geburt ihres Sohnes bekannt gegeben. Zu den genauen Umständen äußerte sich Streeck nicht, doch Medienberichten zufolge wurde das Kind im US-Bundesstaat Idaho mithilfe einer Leihmutter geboren. Im Gegensatz zu Spahn, der sich in der Vergangenheit öffentlich gegen Leihmutterschaft ausgesprochen hatte, habe Streeck keine politischen Äußerungen getätigt, die seine Glaubwürdigkeit infrage stellten, so die Regierung.

Spahn trat nach anhaltender Kritik zurück

Jens Spahn war über seinen eigenen Fall gestürzt: Der einflussreiche Unionsfraktionschef hatte gemeinsam mit seinem Mann die Geburt eines Sohnes durch eine Leihmutter in den USA bekannt gegeben. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Spahn hatte sie in der Vergangenheit scharf abgelehnt, weigerte sich jedoch nach der Geburt, seine Position zu überdenken, und berief sich auf sein Privatleben. Die anhaltende Kritik aus der eigenen Partei und der Öffentlichkeit führte schließlich zu seinem Rücktritt.

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Nachfolge von Spahn wird nächste Woche geklärt

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion soll am 29. Juli zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über die Nachfolge Spahns zu entscheiden. Dies kündigte Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender Friedrich Merz in Abstimmung mit CSU-Chef Markus Söder in einer Sitzung des CDU-Präsidiums an. Auch Streeck wird als CDU-Abgeordneter an der Wahl teilnehmen. Die Debatte über Leihmutterschaft und ihre politischen Konsequenzen bleibt damit in der Union präsent.

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