Der Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird von der Brandenburger CDU als Chance für einen Neuanfang bewertet. Sebastian Steineke, Chef der Brandenburger CDU-Landesgruppe im Bundestag, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ich sehe keinen Schaden für die Fraktion. Der Rückzug von Jens Spahn bietet jetzt die Möglichkeit für eine Neuaufstellung. Diese Chance sollten wir nutzen.“
Wachsender Druck führte zum Rücktritt
Spahn war nach wachsendem Druck zurückgetreten. Kritik war aufgekommen, weil er und sein Mann Daniel Funke Eltern mit Hilfe einer Leihmutter in den USA geworden waren. Eine Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Die CDU spricht sich gegen eine Legalisierung aus, so wie das Spahn in der Vergangenheit selbst getan hatte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die Nachfolge schnell klären.
Steineke fordert zügigen Neuanfang
Steineke nannte den Rücktritt einen notwendigen Schritt. „Unser Respekt gilt dieser Entscheidung. Sie war leider unumgänglich“, sagte er. „Jetzt geht es darum, den Neuanfang zügig und gut zu gestalten.“ Er dankte Spahn für die gute Zusammenarbeit, insbesondere bei ostdeutschen und Brandenburger Themen wie dem Gesetz zur Stromversorgung oder der PCK-Raffinerie in Schwedt/Oder.
Landeschef Redmann zeigt Respekt
Brandenburgs CDU-Landeschef Jan Redmann zollte Spahn ebenfalls Respekt und kritisierte, dass manche Kritik Maß und Mitte verloren habe. Redmann, der wie Spahn offen mit seiner Homosexualität umgeht, hatte in der Vergangenheit über seine Beziehung zu seinem Mann und seine Tochter gesprochen. Er sieht den Rücktritt als Gelegenheit für einen personellen Neustart in der Fraktion.



