Linken-Spitzenkandidatin von Angern: Keine pauschale Nazi-Keule bei AfD-Sympathien
von Angern: Keine pauschale Nazi-Keule bei AfD-Sympathien

Eva von Angern zur Debatte um Diätendeckel und AfD-Sympathien

Die Spitzenkandidatin der Linken in Sachsen-Anhalt, Eva von Angern, hat sich vor dem Bundesparteitag in Potsdam klar positioniert. Sie fordert eine sachliche Auseinandersetzung mit Wählern, die Sympathien für die AfD hegen, und warnt vor pauschalen Verurteilungen. „Ich hole nicht sofort die Nazi-Keule raus, wenn jemand AfD-Sympathien hat“, erklärte von Angern im Gespräch mit dem Tagesspiegel.

Diätendeckel als Modell für Sachsen-Anhalt?

Auf dem Bundesparteitag will die Führung der Linken eine Deckelung der Abgeordnetendiäten durchsetzen. Von Angern betont, dass es in Sachsen-Anhalt bereits eine faktische Deckelung gebe. „Als Mandatsträger haben wir die Pflicht, einen Teil unseres Geldes an die Partei zu spenden. Das ermöglicht uns, unabhängig von Unternehmensspenden zu bleiben“, so die Fraktionschefin. Seit über 30 Jahren existiere zudem ein Solidarfonds, in den die Diätenerhöhungen als Bruttosumme eingezahlt werden.

Erwartungen an die Partei und an Sven Schulze

Von Angern formulierte klare Erwartungen an ihre Partei und an den Landesvorsitzenden Sven Schulze. Sie betonte, dass die Linke sich nicht überflüssig machen dürfe. Der Nahostkonflikt und die Haltung der Partei zu internationalen Fragen seien ebenfalls zentrale Themen auf dem Parteitag.

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Die Linke tagt an diesem Wochenende in Potsdam, um über strategische Weichenstellungen zu beraten. Von Angern zeigte sich zuversichtlich, dass die Partei geschlossen auftreten werde.

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