Alan Greenspan, Ex-Notenbankchef der USA, im Alter von 100 Jahren gestorben
Alan Greenspan im Alter von 100 Jahren gestorben

Alan Greenspan, der langjährige Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), ist tot. Er starb am Montag im Alter von 100 Jahren, wie seine Ehefrau Andrea Mitchell dem Sender NBC mitteilte. Greenspan prägte fast zwei Jahrzehnte lang die Geldpolitik der Vereinigten Staaten und war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Wirtschaftsgeschichte.

Fünf Amtszeiten an der Spitze der Fed

Der Ökonom stand fünf Amtszeiten lang an der Spitze des mächtigen Geldinstituts. Unter Präsident Ronald Reagan übernahm er 1987 die Leitung der Fed und führte sie durch das Ende des Kalten Krieges, den Börsencrash von 1987 und eine spätere Boom-Periode, die von 1991 bis 2001 andauerte. Greenspan galt als Verfechter einer Niedrigzinspolitik, die das Wirtschaftswachstum ankurbelte, aber auch für die spätere Immobilienblase mitverantwortlich gemacht wurde.

Kontroversen und Vermächtnis

Obwohl Greenspan für seine Geldpolitik gefeiert wurde, gab es auch Kritik. Insbesondere seine Rolle bei der Deregulierung der Finanzmärkte und die niedrigen Zinsen nach der Dotcom-Blase wurden als Ursachen für die Finanzkrise 2008 gesehen. Dennoch bleibt sein Einfluss auf die moderne Geldpolitik unbestritten. „Alan Greenspan war ein Gigant der Wirtschaftswissenschaften“, sagte ein Sprecher der Fed. „Seine Arbeit hat die Art und Weise, wie Zentralbanken agieren, nachhaltig verändert.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Greenspan wurde am 6. März 1926 in New York City geboren und studierte Wirtschaftswissenschaften an der New York University. Vor seiner Zeit bei der Fed arbeitete er als Wirtschaftsberater und war unter anderem Vorsitzender des Council of Economic Advisers unter Präsident Gerald Ford. Nach seinem Ausscheiden aus der Fed im Jahr 2006 blieb er als Kommentator und Autor aktiv.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration