Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026: SPD-Wahlprogramm – die wichtigsten Punkte
Berlin. Mit welchen Versprechen tritt die SPD bei der Berlin-Wahl 2026 an? Wie will sie die Probleme der Hauptstadt lösen? Hier sind die Positionen der Partei im Überblick. Von Joachim Fahrun, Chefreporter Landespolitik, 12.06.2026, 09:42 Uhr.
Berlins SPD möchte unter dem Spitzenkandidaten Steffen Krach mit einer betont pragmatischen Schwerpunktsetzung die Berlin-Wahl 2026 gewinnen. Mit welchen Versprechen geht die Berliner SPD an den Start? Wie gewichtet sie die Probleme der Stadt – und wie will die Partei sie lösen? Was sind ihre Schwerpunkte? An dieser Stelle werden wichtige Positionen im Wahlprogramm der Sozialdemokraten vorgestellt.
SPD-Wahlprogramm bei der Berlin-Wahl 2026: Die wichtigsten Punkte
Das vom geschäftsführenden Landesvorstand verabschiedete Wahlprogramm des derzeitigen Junior-Partners in der schwarz-roten Koalition stellt die Pläne zur Stärkung der Wirtschaft ganz nach vorne. Die Sozialdemokraten setzen auf Wissenstransfer aus der Forschung, Innovationen und den Ausbau wichtiger Gewerbestandorte wie auf dem früheren Flughafen Tegel. Das Thema Wirtschaft wird verbunden mit der Forderung nach guten Löhnen und sicheren Jobs, mit denen die Menschen sich das Leben in der Hauptstadt auch weiterhin leisten können.
Bildung und Kinder
An Grundschulen fordert die SPD ein generelles Handyverbot. „Aktuell ist die Situation so, dass die Bildungssenatorin sich einen schlanken Fuß macht, weil sie sagt, jede Schule kann das selber entscheiden“, sagte Krach. Wenn Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und Schülervertreter darüber diskutieren, sei das aber nicht gut für das Schulklima. Weiterhin stellt die Partei die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärker heraus und unterstützt den bereits geplanten Bau einer neuen Kinderklinik an der Charité.
Wohnungsbau und Mieten
Der Neubau von Wohnraum soll durch neue Förderprogramme angekurbelt werden. Auf dem Tempelhofer Feld will die SPD aber auf Wohnungsbau verzichten, solange andere Flächen in der Stadt zur Verfügung stehen, heißt es im Programm, das damit eine Aussage Krachs in der Morgenpost aufnimmt. Leere Büros möchte die Partei mithilfe eines Förderprogramms der Investitionsbank IBB in bezahlbaren Wohnraum umwandeln. Für Auszubildende soll ein Azubi-Werk in Gewerbegebieten, wo nur Wohnen auf Zeit erlaubt ist, Wohnraum schaffen. In der Mietenregulierung möchte die SPD „alle Register ziehen“.
Verkehr und Umwelt
In der Verkehrspolitik spricht sich die SPD gegen einen Weiterbau der Stadtautobahn A100 von Treptow nach Friedrichshain aus. Parkplätze sollen generell wegfallen, aber eher langsam und planbar. An der Tangentialverbindung Ost zwischen Marzahn und Köpenick hält die SPD aber fest. Die Stadt will die SPD mit Mini-Parks und zusätzlichen Bäumen begrünen. Mit einem Bekenntnis zu Olympischen Spielen und einer Weltausstellung Expo 2035 setzt die SPD auf eine Serie von Großveranstaltungen in der Stadt. Gegen die Vermüllung soll ein jährlicher Sperrmüllgutschein helfen, der eine Gratis-Abholung durch die BSR ermöglicht.



