Neue Podcast-Folge „Amann unframed“: Wie sehr hassen Sie Männer, Jette Nietzard?
Berlin. „Männerhasserin“ – mit diesem Etikett kann Jette Nietzard gut leben. Die 27-jährige ehemalige Vorsitzende der Grünen Jugend ist zu Gast in der neuesten Ausgabe des Podcasts „Amann Unframed“ mit Melanie Amann, Chefredakteurin Digital der Zentralredaktion der FUNKE Mediengruppe. In der Folge spricht sie offen über Feminismus, Machtverhältnisse und ihre umstrittenen Männerbilder.
Nietzard sorgte während ihrer einjährigen Amtszeit an der Spitze der Jugendorganisation immer wieder mit provokanten Äußerungen für Schlagzeilen. Besonders viel Kritik löste etwa ihre Aussage auf der Plattform X aus: „Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen.“ Diese Aussage verteidigt sie bis heute. „Es geht halt schon um ein System der Männlichkeit, was absolut überholt ist und täglich Frauen das Leben kostet in Deutschland. Und da muss ich sagen, das hasse ich ganz schön“, erklärt Nietzard im Podcast.
Männer müssen sich beweisen
Ihre Kritik richte sich nicht gegen einzelne Männer, sondern gegen ein gesellschaftliches System. Auf die Frage, ob ein Mann sich ständig „beweisen“ müsse, antwortet die ehemalige Chefin der Grünen Jugend klar: „Natürlich muss er das.“ Müssten Männer kontinuierlich zeigen, dass sie Frauen respektvoll begegnen? Ja, so Nietzard. Der Vorwurf, sie würde Männer pauschalisieren und selbst Stereotype verstärken, weist sie zurück: „Ich bin nicht hier, um Männer zu pleasen.“
Kontroverse um zugespitzte Sprache
Im Podcast diskutiert Nietzard, ob männliche Gewalt Ausdruck eines tieferliegenden gesellschaftlichen Problems ist und ob ihre bewusst zugespitzte Sprache zur notwendigen Auseinandersetzung beiträgt oder die Gräben zwischen den Geschlechtern vertieft. Die Politikerin spricht offen über Feminismus, Männerbilder, Gewalt gegen Frauen und die Kontroversen, die ihre politische Laufbahn geprägt haben.
Den Podcast „Amann Unframed“ finden Sie auf Spotify, Apple Podcast, Amazon und YouTube – sowie auf allen Plattformen, wo es Podcasts gibt.



