Die Menschen in Deutschland müssen sich in den kommenden Tagen auf extremes Wetter einstellen. Eine Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 38 Grad wird erwartet, begleitet von kräftigen Gewittern, Starkregen und Hagel. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für große Teile Südwestdeutschlands eine Hitzewarnung ausgesprochen, die sich am Freitag und Samstag auf fast das gesamte Land ausweiten soll.
Hitzewelle erreicht Deutschland
Bereits am Mittwoch kletterten die Temperaturen im Süden Deutschlands vielerorts über die 30-Grad-Marke. In Müllheim in Südbaden wurden 32,7 Grad gemessen. Am Donnerstag und Freitag werden vor allem im Südwesten bis zu 38 Grad erwartet. Auch der Norden bereitet sich vor: Die Hamburger Sozialbehörde gab Tipps zum Umgang mit der Hitze und verweist auf eine Onlinekarte mit kühlen Orten in der Stadt.
Gewitter und Starkregen drohen
Neben der Hitze warnt der DWD vor teils kräftigen Gewittern. „Insbesondere bezüglich Starkregen und Hagel besteht eine erhöhte Unwettergefahr. Innerhalb kurzer Zeit kann eine halbe Monatssumme oder mehr an Niederschlag fallen“, sagte DWD-Meteorologe Sebastian Schappert. Bereits in der Nacht zum Freitag werden im Westen und Nordwesten erste Gewitter erwartet.
Tropische Nächte
Mit der Hitze kommen auch tropische Nächte: In der Nacht zum Freitag fallen die Temperaturen in größeren Städten West- und Südwestdeutschlands kaum unter 20 Grad. In der Nacht zum Samstag sind sogar Höchstwerte von 23 Grad möglich. Ein Temperaturrekord ist das jedoch nicht: Am 25. Juli 2019 wurden in Tönisvorst und Duisburg-Baerl 41,2 Grad gemessen. Der höchste Juni-Wert stammt ebenfalls aus dem Jahr 2019: 39,6 Grad am 30. Juni in Bernburg in Sachsen-Anhalt.
Tipps zum Umgang mit der Hitze
Meteorologe Schappert rät: „Halten Sie Ihren Körper sowie Ihre Wohnung kühl und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr.“ Die Klimaforscherin Friederike Otto hatte bereits vor Jahren gewarnt, dass Hitzewellen das tödlichste Extremwetterereignis seien. „Und es sind die Extremereignisse, bei denen der Klimawandel die Spielregeln wirklich ändert“, sagte Otto dem SPIEGEL.



